Ausbildung in Ostfriesland  Wieder mehr Interesse an der Gastronomie

| | 28.06.2022 08:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Durch die Corona-Pandemie entstanden in der Gastronomie sowie in Hotels Personallücken. Deshalb braucht die Branche jetzt Nachwuchs. Foto: DPA
Durch die Corona-Pandemie entstanden in der Gastronomie sowie in Hotels Personallücken. Deshalb braucht die Branche jetzt Nachwuchs. Foto: DPA
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Das Interesse an Ausbildungen in der Gastronomie- und Hotelbranche ist wieder etwas gestiegen. Damit die Berufe für junge Menschen attraktiver werden, braucht es verschiedene Bausteine.

Wiesmoor/Ostfriesland - Die Gastronomie- und Hotelbranche kämpft nach der Corona-Pandemie immer noch mit Personalproblemen. Während der Lockdowns, in denen viele Betriebe schließen mussten, haben sich einige Mitarbeiter umorientiert. Nun fehlt vielerorts Personal. Ein wichtiger Baustein, um Abhilfe zu schaffen, ist der Nachwuchs. Zuletzt hatte man es schwer, junge Menschen für die Branche zu begeistern. Jetzt ist das Interesse wieder gestiegen, wie Henning Wagner berichtet. Er ist stellvertretender Sprecher der Jungen Dehoga Ostfriesland und leitet mit seinem Vater das Hotel Zur Alten Post in Wiesmoor. „Gastro wird wieder sexy“, meint er. Das komme aber nicht von ungefähr: Arbeitgeber müssen sich laut Wagner einiges einfallen lassen, um attraktiv für junge Menschen zu sein.

Wagner ist davon überzeugt, dass eine Mischung aus Alt und Neu bei der Ausbildung entscheidend ist. Auf der einen Seite brauche es das Fachwissen von erfahrenen Ausbildern, auf der anderen Seite sollten Betriebe auch mal etwas Neues ausprobieren. Gute Erfahrungen hat Wagner beispielsweise mit den sozialen Medien gemacht. „Wir merken, dass es dort einen Trend gibt. Die Leute haben wieder Lust, kreativ zu kochen“, sagt Wagner, der selbst auf verschiedenen Digitalplattformen aktiv ist. „Man muss mit dem Trend gehen – nicht nur einen Schritt, sondern einen ganzen Sprung“, ist er überzeugt. Ein weiterer Pluspunkt für Auszubildende seien individuell geregelte Arbeitszeiten. „Natürlich muss auch am Wochenende gearbeitet werden – aber die Auszubildenden sollen auch mal feiern oder wegfahren können“, so Wagner. Auch moderne Arbeitskleidung sei den Auszubildenden wichtig.

Neben den Betrieben selbst hängt die Zukunft der Gastronomie- und Hotelbranche laut Wagner aber auch von politischen Entscheidungen ab. Gerade im Hinblick auf die Corona-Pandemie wünscht die Branche mehr Kommunikation. Ein weiteres wichtiges Thema ist bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende, so Wagner. „Es soll ja vom Gehalt noch etwas übrig bleiben“, meint er. Allgemein blickt Wagner positiv in die Zukunft der Branche. „Aber es gibt noch Lücken, die gefüllt werden müssen“, sagt er.

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