Berlin  Grafik: Erneut Tote am Wochenende - So gefährlich ist Baden in Deutschland

Laurenz Constantin Blume
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Von Laurenz Constantin Blume
| 27.06.2022 15:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Häufig unterschätzen Badegäste die Gefahren, die vom Wasser ausgehen. Foto: dpa/Christian Charisius (Symbolbild)
Häufig unterschätzen Badegäste die Gefahren, die vom Wasser ausgehen. Foto: dpa/Christian Charisius (Symbolbild)
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In den vergangenen Tagen sind erneut Badetote in Deutschland gemeldet worden. Die Gefahr im kühlen Nass ist für viele nicht so präsent, wie sie sein sollte. Wie sich die Zahl der Badetoten in Deutschland entwickelt.

Sommerlich-warm war es am vergangenen Wochenenden in großen Teilen Deutschlands. Auch in Norddeutschland lockten Temperaturen um die 30 Grad ins Freie - und luden zum baden ein. In Hamburg ist dabei ein 13-jähriger Junge beim Sprung in die Elbe ums Leben gekommen. In einem Baggersee in Niedersachsen ertrank ein 25-Jähriger, und im Kreis Schleswig-Flensburg ist ein 18-jähriger Junge in einem Badesee tot aufgefunden worden.

So verteilen sich die beim Baden Verunglückten 2021 auf die Gewässer:

Seen und Meere in Norddeutschland bieten einige Gefahren für Schwimmer. Nicht immer wird ausreichend Vorsicht walten gelassen. Im Jahr 2021 kamen laut der „DLRG“ insgesamt 299 Menschen bei Badeunfällen ums Leben, 120 davon in Seen sowie 95 in Flüssen. 26 Menschen kamen im Meer um.

Dabei sind vor allem ältere Menschen im vergangenen Jahr beim Baden gestorben. Gab es 2020 bei den 21- bis 55-Jährigen noch ähnlich viele Todesfälle wie bei der älteren Altersgruppe der 56 bis 90+-Jährigen, sind 2021 56 Personen mehr Menschen aus der älteren Altersgruppe beim Baden gestorben.

So verteilen sich die Todesfälle auf die unterschiedlichen Altersgruppen im Jahresvergleich 2020 und 2021:

Eine positive Entwicklung: Laut DLRG gab es 2021 immerhin 79 Todesfälle weniger als im Vorjahr. Wie die folgende Grafik zeigt, entfallen davon 2020 26 Menschen auf das Meer als Ort des Unglücks. Dabei scheint die Ostsee den Zahlen nach zumindest fast doppelt so gefährlich zu sein wie die Nordsee.

So viele Tote entfallen auf Nordsee und Ostsee:

Auch spannend: Die Folgen des Bademeistermangels für den Norden

Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass Sie am besten nur bewachte Badestellen besuchen. Die Rettungskräfte können dann im Ernstfall schnellstmöglich eingreifen. Gefährlich ist es auch oft, wenn man alleine baden geht oder Kinder unbeaufsichtigt schwimmen lässt.

Im Video: Wie Sie Gefahren beim Baden vermeiden

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