Dorfentwicklung in Aurich Förderverein Walle will Zukunft des „Brakhuis“ sichern
Um das denkmalgeschützte Gebäude zu sichern, wird finanzielle Unterstützung benötigt. Einen Teil beitragen soll eine Veranstaltung am ersten Juli-Wochenende.
Aurich Holm Eggers ist die Freude ins Gesicht geschrieben. Der Vorsitzende des Fördervereins Walle hat nach den coronabedingten Zwangspausen wieder eine Veranstaltung vor Augen. In der Wallster Begegnungsstätte „Alte Schule Walle – Brakhuis“ soll der 3. Sommerkunsthandwerkermarkt am Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. Juli, den Start in die Saison einläuten.
Eggers sieht in den Veranstaltungen einerseits einen wichtigen Aspekt, um das dörfliche Leben in Walle zu fördern, aber andererseits einen notwendigen finanziellen Beitrag dafür, um als Trägerverein das unter Denkmalschutz stehende Haus zu erhalten. „Wir sind froh, dass wir so gut durchgehalten haben“, sagt er im Pressegespräch mit Blick auf die Coronazeit, ergänzt aber auch, dass der Verein an die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit gelange.
Mauerwerk und Eingangstür sind nächste Projekte
Als Beispiel nannte er die notwendige Sanierung des Mauerwerks, die noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll. „Wir haben dafür die Genehmigung des Denkmalschutzes erhalten“, erklärt der Vorsitzende und spricht weiter von einem 12.000-Euro-Zuschuss, der dafür im städtischen Haushalt stehe. Als weitere außerplanmäßige Investition nannte er die Sanierung der historischen Eingangstür, die im Frühjahr mit 2000 Euro den Vereinshaushalt belastete. Mit Blick auf die steigenden Energiepreise befürchtet Eggers obendrein eine Verdoppelung der Kosten.
Dementsprechend überlebenswichtig für den Verein seien die regelmäßigen Veranstaltungen. So rechnet der Vorsitzende vor, dass man für eine Ausstellung mit Einnahmen von 1000 bis 1400 Euro planen könne. Mehr als 50 Veranstaltungen gingen in den vergangenen knapp 30 Jahren in der Wallster Begegnungsstätte über die Bühne. In der Regel sind das im Frühjahr der Ostereiermarkt, im Herbst der Kunsthandwerkermarkt und alle zwei Jahre im Sommer der Sommerkunsthandwerkermarkt, wie Eggers aufzählt. „Für das Winterhalbjahr planen wir Spieleabende“, ergänzt er und hat dabei gerade die Älteren und Alleinstehenden im Dorf im Blick.
13 Aussteller im Außen- und Innenbereich
Für den jetzt anstehenden Markt und die Auswahl der Künstler zeichnet traditionell Karin Schwarz verantwortlich. Unterstützt wird die Wallsterin bei der Organisation vom Fördervereinsvorstand. „Unsere Aussteller zeigen feine Handwerkskunst“, spricht Karin Schwarz gegenüber der Presse von 13 Ausstellern, die sich auf den Innen- und Außenbereich der Begegnungsstätte verteilen. Flankierende Angebote wie Kaffee- und Kuchenbüffet sowie Grill- und Getränkestand zählen obendrein dazu.