Handgemachte Produkte Ein Stück Ukraine in Simonswolde
Drei Ukrainerinnen verkaufen am Sonntag in Simonswolde landestypische Produkte aus ihrer Heimat. Damit wollen sie nicht nur Geld verdienen.
Simonswolde - Ohrschmuck, Schutzengel und süße Backwaren – dies und vieles mehr wollen drei Ukrainerinnen am Sonntag, 26. Juni, am Sandwater in Simonswolde verkaufen. Die Besonderheit: Alle Produkte sind handgemacht und typisch ukrainisch. „Die Geflüchteten freuen sich, wenn sie sich aktiv einbringen können“, meint Erika Bongers, Vorsitzende des Vereins Sand- und Waterwerk. Die Frauen würden zudem gern ein Stück ihrer Kultur präsentieren.
Entstanden ist die Idee in Zusammenarbeit mit der ehrenamtlichen Sprachlehrerin Anna Riegel. „Die Kommunikation ist sonst schwierig, aber wir haben eine enge Zusammenarbeit mit ihr“, meint Bongers. Riegel ist gebürtige Russin und kann sich über ihre Muttersprache mit den Geflüchteten austauschen. Durch ihren Deutschkurs ist sie außerdem regelmäßig in Kontakt mit Geflüchteten aus der Ukraine, die nun in Ihlow leben.
Ukrainische Spezialitäten kennenlernen
Das Sand- und Waterwerk hat am Sonntag von 9.30 bis 18 Uhr anlässlich des Fahrradaktionstages „Van Dörp to Dörp“ geöffnet. Neben ukrainischer Kleinkunst bieten die Geflüchteten ab 12 Uhr auch Speisen aus ihrer Heimat an. Dazu zählen beispielsweise die herzhafte Suppe „Borschtsch“ oder auch Pfannkuchen. Bongers kann sich auch eine weitere Veranstaltung mit ukrainischen Spezialitäten vorstellen. Bereits vor einigen Jahren wurden ein sogenannter „Food Swap“ mit Geflüchteten aus Syrien auf dem Gelände des Sand- und Waterwerks durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Gerichte mit Ihlowern getauscht. So konnte jeder ein Stück der anderen Kultur probieren.
Alle Gäste des Sand- und Waterwerks haben am Sonntag außerdem die Möglichkeit, sich an einer Aktion zum 50-jährigen Jubiläum der Gemeinde Ihlow zu beteiligen. Auf dem Gelände des Sand- und Waterwerks wird eine große Leinwand aufgestellt, die mit Glückwünschen gefüllt werden kann. Radfahrer können sich zudem im Rahmen von „Van Dörp to Dörp“ einen Stempel geben lassen.