Osnabrück Schulen im Bistum Osnabrück: Überzeugung wird Energie kosten
Das Bistum Osnabrück will den Großteil seiner Lehrer nicht mehr verbeamten. Wie passt das zur Gesamtstrategie der Kirche?
Man wolle trotz Sparkurs „alles“ tun, um die katholischen Schulen im Bistum Osnabrück zu erhalten, hatte Bischof Franz-Josef Bode noch Anfang des Jahres versprochen. Das ist logisch: Wer als Kind oder Jugendlicher nicht mit Kirche und Christentum in Berührung gekommen ist, wird mit großer Wahrscheinlichkeit später nicht mehr in die katholische Kirche eintreten. Und wenn es keine Gläubigen mehr geben sollte, fiele das Sparen irgendwann ganz leicht - denn dann brauchte es auch keine Priester, Gebäude und weiteren kirchlichen Mitarbeiter mehr. Das aber kann nicht das Ziel der Bistumsleitung sein.
Und so stellt sich die Frage, wie ernst es dem Bischof ist, wenn er davon spricht, die Bistumsschulen erhalten zu wollen. Die Verbeamtung der dortigen Lehrer umfangreich abzuschaffen, ist jedenfalls ein weiterer Schlag ins Kontor. Zuerst die Erhöhung des Schulgeldes um 20 Prozent, dann massive Sparvorgaben, jetzt der Rückbau der Verbeamtung. Vielleicht gelingt es, Arbeitsverträge zu schaffen, die denen von Beamten nicht in vielem nachstehen. Aber so oder so wird es Schulstiftung und Schulen viel Energie kosten, um Lehrer wie Eltern davon zu überzeugen, dass die betroffenen 15 Schulen eine gute Zukunft haben, dass Schüler dort auch in den nächsten Jahrzehnten gut ausgebildet werden.