Ferienfreizeit für Kinder MTV Aurich fördert Bewegung und Kultur in den Sommerferien
Der MTVAurich bietet für Kinder und Jugendliche eine neuntägige Freizeit an: ein buntes Programm, das sich besonders an zwei Zielgruppen richtet.
Aurich - Zwei Jahre lang hat die Pandemie den Bewegungsdrang von Kindern und Jugendlichen ausgebremst. Mit einem Ritt durch besondere Sportarten möchte der MTV Aurich mit einem Sommercamp der Superlative den Nachwuchs wieder in Bewegung setzen. Bernd Fuhrmann aus dem Vorstand des Auricher Sportvereins hat ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm für die Zeit vom 15. bis zum 24. Juli zusammengestellt. „Wir wollen die Bewegung fördern“, sagt Fuhrmann. Unterstützt wird das Bewegungscamp vom Landessportbund und der Sportjugend Niedersachsen.
Handys sind tabu
Eines ist für die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 17 Jahren während der neun Tage auf dem MTV-Gelände Tabu. „Handys sind nicht erlaubt. Vormittags und Abend dürfen sie es für maximal 30 Minuten nutzen“, sagt Fuhrmann. In der restlichen Zeit werden die Smartphones in einem Schrank sicher verstaut.
Doch bei dem Programm, dass sich Fuhrmann für die Teilnehmer ausgedacht hat, bleibt auch kaum Zeit für das Handy. Für morgens ab 8 Uhr geht es los, dann lädt Fuhrmann ein zum Frühsport und Yoga. Dann folgen jeden Tag zahlreiche Angebote. Es wird Tennis und Tischtennis gespielt, die Kinder turnen und werden behutsam in den Kampfsport eingeführt, sie klettern in der Boulderhalle oder nutzen in Tannenhausen den Aquapark und das Volleyballfeld.
Zaubern und Jonglieren gehören dazu
Auch Ausflüge sind geplant. An einem Tag geht es mit der MS Aurich in Richtung Emden. Dort steht ein Besuch in der Kunsthalle, der Rüstkammer und des Otto-Huus auf dem Programm. Auch auf dem MTV-Gelände kommt das Künstlerische nicht zu kurz. Die Kinder lernen zaubern und jonglieren. Klaus David zeigt den Teilnehmern, wie man kunstvolle Fotos schießt. Zum Ende des Camps erstellen die Kinder dann ein eigenes Fotobuch. Mit dem Maler Klaus Kleen gibt es einen Workshop mit dem Titel „Tanz und Bewegung“.
Der Höhepunkt soll der Sonnabend, 23. Juli, sein. Am sogenannten Familientag dürfen auch die Eltern der Kinder kommen und sich anschauen, was ihre Kinder in der Camp-Zeit so alles eingeübt haben. Zuvor ist der Besuch der Eltern laut Fuhrmann nur in Notfällen gestattet. Am Ende dürfen sich alle Teilnehmer auf einem Acrylbild verewigen.
Fuhrmann und MTV-Vorsitzender Wilfried Theessen betonen, dass sich das Camp-Angebot vor allen Dingen an Grundschulkinder und Nichtmitglieder richtet. „Wir wollen die Kinder in die Sportwelt einführen“, sagt Theessen.
Plätze für ukrainische Flüchtlingskinder
50 Plätze gibt es für das Bewegungscamp des MTV Aurich. Zehn Plätze sind aber bereits fest an ukrainische Flüchtlingskinder vergeben. Die Eltern dieser Kinder helfen an zwei Tagen beim Catering und bereiten landesspezifische Gerichte zu. Die Teilnehmer des Bewegungscamps sind versichert, wie Fuhrmann und Theessen betonen. „Und sie werden von lizenzierten Übungsleitern und von Pädagogen betreut“, sagt Theessen.
Übernachtet wird in der Ferdinand-Abegg-Halle – in zwei verschiedenen Stockwerken. Mädchen und Jungen übernachten getrennt voneinander. Bernd Fuhrmann hat angekündigt, in einem Wohnmobil auf dem MTV-Gelände zu übernachten. Jetzt heißt es, sich schnell beim MTV anmelden. Eine Reservierung für einen Platz erfolgt erst nach der Überweisung der Meldegebühr über 90 Euro und der Anmeldung. Fragen beantwortet Bernd Fuhrmann unter Tel. (0172) 3636662.