Kreisstraße mit Schlaglöchern  Kirchdorfer Straße wird kurzfristig allenfalls oberflächlich repariert

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 15.06.2022 19:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Schlaglöcher sind in der Kirchdorfer Straße keine Mangelware. Foto: Romuald Banik
Schlaglöcher sind in der Kirchdorfer Straße keine Mangelware. Foto: Romuald Banik
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Fahrbahn sowie Geh- und Radwege der Kirchdorfer Straße sind seit Jahren kaputt. Grundlegend wird sich so schnell nichts ändern. Es könnte aber dennoch kurzfristig Besserung geben.

Aurich - Seit vielen Jahren ist die Kirchdorfer Straße in einem schlechten Zustand. Die Kreisstraße 111, die von Aurich bis zur Autobahn 31 hinter Simonswolde führt, ist vor allem im Gebiet der Stadt übersät von Schlaglöchern. Eine einfache Sanierung der Strecke zwischen Julianenburger Straße und Ems-Jade-Kanal ist laut Auskunft von Kreissprecher Rainer Müller-Gummels indes nicht möglich. Erforderlich sei ein grundlegender Umbau der Kirchdorfer Straße. Wann das geschehe, könne momentan aber noch nicht gesagt werden. Zu viele Planungen und Absprachen mit Versorgern und der Stadt Aurich müssten noch getroffen werden.

Deswegen wird laut Müller-Gummels in der Auricher Kreisverwaltung darüber nachgedacht, zunächst nur die Fahrbahn der Straße herzurichten. Dafür könnte der Asphalt abgefräst werden. Anschließend würde eine relativ dünne neue Schicht aufgetragen. So wären zumindest auf der Straße die zahlreichen Risse und Schlaglöcher zunächst verschwunden. Das könnte auch relativ zeitnah und relativ kostengünstig geschehen. Im Augenblick werde diese Vorgehensweise in der Kreisverwaltung überlegt, wenngleich noch nichts beschlossen sei, sagt Rainer Müller-Gummels.

Abstimmungsbedarf mit der Stadt Aurich

Denn überhaupt nicht absehbar sei, wann mit der grundlegenden Sanierung der Kirchdorfer Straße begonnen werden könnte. „Das wird eine zweite Fockenbollwerkstraße“, verdeutlicht Müller-Gummels die Dimensionen, um die es sich bei der Kirchdorfer Straße handeln wird. Zahlreiche Ver- und Entsorgungsleitungen liegen in der Straße. Insbesondere große Abwasserleitungen gebe es dort. Daher müssten vor einer Sanierung und einem Umbau der Straße noch Abstimmungsgespräche insbesondere mit der Stadt Aurich geführt werden, hauptsächlich mit dem Nettoregiebetrieb Stadtentwässerung. Die Ergebnisse dieser Abstimmungen würden sich dann auch auf die Gestaltung des Straßenraumes auswirken.

Denn das ist bereits jetzt klar: Die Kirchdorfer Straße wird bei einer umfassenden Sanierung am Ende komplett anders aussehen. Das liegt vor allem an den Fuß- und Radwegen, die heutigen Standards schon lange nicht mehr entsprechen. Viel zu schmal sind die Radwege, die baulich auch von den Fußwegen getrennt sind. Deswegen ist es Radfahrern ausdrücklich erlaubt, die Fahrbahn zu benutzen. Zahlreiche Schilder weisen darauf hin.

Gespräche über Gestaltung der Geh- und Radwege

Das Problem bei den Fuß- und Radwegen ist wiederum, dass sich Stadt und Landkreis Aurich einig werden müssen. Denn der Kreis ist an seiner Straße nur für den Radweg zuständig. Der Gehweg ist Sache der Stadt Aurich. Die könnte es sich an der Stelle einfach machen, wie die damalige Fachbereichsleiterin Irina Krantz bereits 2019 gesagt hatte: Bei Unebenheiten im Fußweg müsse die Stadt nur die Gehwegplatten aufnehmen und grade wieder hinlegen. Das sei kein großer Aufwand.

Wegen des schlechten Zustands der Radwege dürfen Fahrradfahrer auf der Straße fahren. Foto: Romuald Bani
Wegen des schlechten Zustands der Radwege dürfen Fahrradfahrer auf der Straße fahren. Foto: Romuald Bani

Für ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer müssen Stadt und Kreis sich einig werden. Denn bei einer Sanierung muss es auch darum gehen, für alle die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Denkbar ist, dass es in der Kirchdorfer Straße wie an vielen anderen Ecken auch kombinierte Geh- und Radwege mit roter Pflasterung geben wird. Ob diese dann, wie zum Beispiel in der Von-Jhering-Straße, von den Radfahrern auch auf beiden Seiten in beide Fahrtrichtungen genutzt werden dürfen, wird auch von den Platzverhältnissen abhängen.

Dringend notwendig ist die Sanierung der Radwege. Denn die Asphaltdecke des bestehenden Radwegs ist teilweise aufgebrochen, Gullydeckel stehen hervor. Die viel befahrene Straße ist eine ungeliebte Alternative. Denn auch dort gibt es Schlaglöcher und viele, oft zu schnelle Autos.

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