Wohnraum für Geflüchtete  Landkreis Aurich stockt Unterkünfte in Utlandshörn massiv auf

Kim Hüsing
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Von Kim Hüsing
| 14.06.2022 17:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ukrainische Kinder schauen aus den Fenstern einer Siedlung für Geflüchtete. Auch im Landkreis Aurich sollen nun vermehrt Wohncontainer zum Einsatz kommen. Foto: DPA
Ukrainische Kinder schauen aus den Fenstern einer Siedlung für Geflüchtete. Auch im Landkreis Aurich sollen nun vermehrt Wohncontainer zum Einsatz kommen. Foto: DPA
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Viele Geflüchtete, vor allem aus der Ukraine, erreichen derzeit den Landkreis Aurich. Dieser sucht dringend Wohnraum. Nun erweitert er mehrere Gemeinschaftsunterkünfte.

Aurich - Im Landkreis Aurich kommen derzeit wöchentlich 55 bis 80 Geflüchtete an. Doch nur für zehn bis 15 Personen pro Woche kann die Kommune Wohnraum zur Verfügung stellen, teilt Landkreissprecher Rainer Müller-Gummels auf Nachfrage mit. Deshalb ist der Kreis für die Menschen aus der Ukraine und anderen Ländern auf der dringenden Suche nach Wohnraum. Derzeit werden Gemeinschaftsunterkünfte erweitert.

In Utlandshörn konnten nach Angaben des Landkreises in den vergangenen Wochen einige wenig genutzte Büro- und Schulungsräume umfunktioniert werden. Dadurch wurden 30 Plätze zusätzlich geschaffen. Zudem seien Container, die als Corona-Isolierstation genutzt wurden, zur dauerhaften Belegung umfunktioniert und so 16 zusätzliche Plätze geschaffen worden. Dadurch war in Utlandshörn eine Aufstockung von bislang 86 Plätzen auf nunmehr 132 Plätze möglich, sagt der Sprecher. Eine weitere Aufstockung in Utlandshörn werde derzeit vorbereitet, hierzu wurden weitere Wohncontainer bestellt.

Anschaffung weiterer Wohncontainer

Doch um den vielen Geflüchteten eine Unterkunft bieten zu können, prüft der Kreis die Anschaffung weiterer Wohncontainer. Diese könnten an mehreren Orten aufgestellt werden. Geeignete Standorte würden derzeit geprüft. „In Betracht kommen etwa eigene Liegenschaften im Bereich der vorhandenen Integrationsstützpunkte des Landkreises“, so Müller-Gummels. Dort könnte eine Aufstockung der bisherigen Kapazitäten erfolgen. Der Umfang könne jedoch nicht genau benannt werden.

40 bis 60 Geflüchtete kommen pro Woche über das Land Niedersachsen nach Aurich. Zudem erreichen durchschnittlich fünf bis zehn Personen wöchentlich auf eigene Initiative das Kreisgebiet, so die Auskunft des Sprechers. Doch auch darüber hinaus steigt der Bedarf nach Wohnungen. Denn Einheimische würden ihre Gästezimmer, in denen sie Ukrainer untergebracht haben, nun anderweitig benötigen. Deshalb erreichen den Kreis pro Woche etwa zehn Anfragen zu Umquartierungen. „Wir sind dringend auf zusätzlichen Wohnraum angewiesen“, appelliert der Kreis an Investoren und Privatanbieter, Wohnraum an den Kreis zu melden.

Wer eine Wohnung zur Verfügung stellen kann, kann sich über die Homepage www.landkreis-aurich.de/ukraine an den Landkreis Aurich wenden. Auch per E-Mail an ukraine@landkreis-aurich.de oder telefonisch unter (04941) 16-17 66 können Angebote gemeldet werden.

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