Bagger auf Sportzentrum  Sportplatz in Upgant-Schott frei zum Aufmöbeln

| | 09.06.2022 19:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mit gleich zwei Baggern bearbeiteten Bauhofmitarbeiter am Donnerstag das Umfeld der Sprunggrube auf dem Sportplatz in Upgant-Schott. Foto: Thomas Dirks
Mit gleich zwei Baggern bearbeiteten Bauhofmitarbeiter am Donnerstag das Umfeld der Sprunggrube auf dem Sportplatz in Upgant-Schott. Foto: Thomas Dirks
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Nach Kritik am desolaten Zustand der alten Sportanlagen in Upgant-Schott werden diese jetzt hergerichtet. Dabei gab es zwischenzeitlich erneut Aufregung.

Upgant-Schott – Nach heftiger Kritik am verwahrlosten Zustand des alten Sportzentrums in Upgant-Schott hat die Samtgemeinde Brookmerland reagiert und erste konkrete Schritte veranlasst. Am Donnerstag begannen Mitarbeiter des Bauhofs damit, den Anlauf und das Umfeld der Sprunggrube von Bewuchs zu befreien. Zuvor hatten sie bereits Grünflächen gemäht und Unkraut unterhalb des Zauns an der Außenseite des Geländes entfernt.

Ein Bagger ebnet den Anlauf zur Weitsprunggrube. Foto: Thomas Dirks
Ein Bagger ebnet den Anlauf zur Weitsprunggrube. Foto: Thomas Dirks

Wie berichtet, zeigen sich die Sportanlagen in einem ungepflegten und zum Teil gefährlichen Zustand. Auf der Laufbahn, an den Wurf- und Stoßringen und in den Sandgruben steht das Unkraut zum Teil kniehoch. Gefährlich: Abdeckungen der Entwässerungsrinne und Bahnbegrenzungen, die ein Gutachter schon vor mehr als einem Jahr als Sicherheitsrisiko eingestuft hatte, sind zerbrochen oder fehlen ganz. Am Ende einer Geraden, auf der Sprints gelaufen werden, lagern Paletten mit Betonsteinen.

Sportabzeichentag droht Absage

Der frühere Sportabzeichenreferent des Kreissportbundes Aurich, Eilert Janssen, der seit Jahren für Brookmerlander Grundschüler den „Tag des Sportabzeichens“ organisiert, überlegte angesichts des desolaten Zustands der Sportanlagen, eine für den 15. Juni geplante Neuauflage seiner Veranstaltung abzusagen. Entgegen anderslautenden Zusagen der Verwaltung sei an den alten Sportanlagen bisher nichts gemacht worden.

„So können wir da kein Kind Sport treiben lassen. Ändert sich nicht schnell etwas, sage ich die Aktion ab“, sagte er. Einige Schulleitungen kündigten zeitgleich an, den Sportabzeichentag zu boykottieren, sollte sich am Zustand der Anlagen nichts ändern.

Bauamtsleiter kündigt Unterhaltungsarbeiten an

Unterdessen reagierte stellvertretender Samtgemeindebürgermeister und Bauamtsleiter Jochen Behrends, der sich gemeinsam mit Kollegen am Mittwoch vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hatte, auf eine schriftliche ON-Anfrage vom Dienstag. Im Brookmerland würden derzeit alle Sportanlagen umfassend überarbeitet, teilte er mit. Die Lauf- und Sprunganlagen in Rechtsupweg und Osteel seien bereits fertiggestellt. Auf der Sportanlage in Upgant-Schott sei im Mai zunächst die Rasenpflege durchgeführt worden. Unter anderem sei die Rasenschicht gelocht und mit Sand bestreut worden. „In den nächsten Tagen erfolgen die Unterhaltungsarbeiten an den Lauf-, Sprung- und Wurfanlagen“, versicherte Behrends.

Gefährlich für Sportler: Auf der mit Unkraut bewachsenen Laufbahn in Upgant-Schott lagern Paletten mit Steinen. Foto: Thomas Dirks
Gefährlich für Sportler: Auf der mit Unkraut bewachsenen Laufbahn in Upgant-Schott lagern Paletten mit Steinen. Foto: Thomas Dirks

Für Verwirrung und neue Aufregung sorgte zwischenzeitlich eine Ankündigung von ihm, die Kugelstoßanlage werde zurückgebaut und der Halbkreis dort zur besseren Pflege als Grünfläche angelegt. Auf Nachfragen gab Behrends dann allerdings Entwarnung. „In der Mail hat sich ein Fehler eingeschlichen“, schrieb er. Lediglich die Hammerwurfanlage werde zurückgebaut. Das entspricht früheren Ankündigungen, dass lediglich die Hochsprunganlage und eben jener „Wurfkäfig“ außer Betrieb blieben, Laufbahn, Sprunggrube und Kugelstoßanlage hingegen bis zur Fertigstellung der 5,5 Millionen Euro teuren neuen Sportstätte am Tjücher Moortun in Marienhafe im Jahr 2025 weiterhin für den Vereins- und Schulsport „in Schuss gehalten“ werden sollen.

Wie angespannt die Nerven beim Thema Sportplatz derzeit offenbar wieder sind, zeigte sich am Donnerstag auch daran, dass die auf dem Sportplatz eingesetzten Bauhofmitarbeiter Behrends darum bitten ließen, nicht auf Pressefotos erkannt zu werden.

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