Auricher Innenstadt im Wandel  Alter Reifenhandel wird für Wohnhäuser abgerissen

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 09.06.2022 13:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Seit Donnerstag arbeitet der Abrissbagger auf dem alten Holert-Gelände. Foto: Romuald Banik
Seit Donnerstag arbeitet der Abrissbagger auf dem alten Holert-Gelände. Foto: Romuald Banik
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Im April wurde das Grundstück verkauft, nun rollen die Bagger: Auf dem ehemaligen Holert-Gelände tut sich etwas.

Aurich - Jetzt geht es los: Stück für Stück frisst sich seit Donnerstagvormittag ein Bagger durch die alten Gebäude auf dem ehemaligen Holert-Gelände. Schnell verschwunden war das Vordach auf dem Grundstück, auf dem die Niedersächsische Landgesellschaft in einem Teilbereich zwei Gebäude mit insgesamt 15 Wohnungen errichten will.

Zwischen der Großen Mühlenwallstraße und der Wallstraße sollen die Häuser entstehen. Während die Pläne für die Wallstraße bereits sehr konkret sind, wird an dem zweiten Gebäude an der Bundesstraße noch geplant. Bei der Vorstellung des Projektes im Auricher Finanzausschuss Ende April gab es heftige Kritik von Seiten der Politik. Mehrere Ratsleute hatten andere Vorstellungen von dem Gebäude, das an der Großen Mühlenwallstraße entstehen soll. Da half es auch nichts, dass NLG-Geschäftsstellenleiter Jacobus Penning mehrfach betonte, dass es sich bei dem Entwurf für das Haus quasi nur um einen Platzhalter handeln würde. Er zeigte sich bereit, auf die Wünsche der Auricher Politik einzugehen, auch wenn die NLG als neuer Eigentümer des Grundstücks und Bauherr das nicht machen müsste.

Planung läuft seit fünf Jahren

Fest steht bislang nur die Planung für das neue Gebäude in der Wallstraße 20-24. Das Haus wird dreigeteilt mit separaten Eingängen sein. Dort sollen sieben Wohnungen entstehen. Bereits seit über fünf Jahren beschäftigt sich die NLG mit dem Projekt zwischen Wallstraße und Großer Mühlenwallstraße. In der Zeit wurden die Pläne immer wieder geändert. So ist zum Beispiel die ursprüngliche Idee, Autos unter den Häusern im Tiefparterre zu verstecken, vom Tisch. Es rechne sich nicht, sagte Penning im April, und technisch mache das Regenwasser dann Probleme.

Links im Bild ist die Planung für die Wallstraße zu sehen. Das rechte Gebäude könnte so oder ähnlich an der Großen Mühlenwallstraße entstehen. Grafik: NLG
Links im Bild ist die Planung für die Wallstraße zu sehen. Das rechte Gebäude könnte so oder ähnlich an der Großen Mühlenwallstraße entstehen. Grafik: NLG

Seit 2018 wurde der Abriss der alten Holert-Gebäude erwartet. Damals musste die DRK-Kreisbereitschaft, die das Gelände vorübergehend genutzt hatte, dort zügig ausziehen. Denn die Stadt wollte schnell an einen Investor verkaufen. Daraus wurde dann so rasch doch nichts. Mittlerweile hat sich die Aufregung beim DRK aber gelegt. Die Kreisbereitschaft hat ein Domizil in Schirum gefunden, und im April dieses Jahres hat die Stadt das alte Holert-Grundstück verkauft. Nun kann noch in diesem Jahr begonnen werden, aus der wenig ansehnlichen Brache eine ansprechende Fassade der Auricher Innenstadt zu gestalten.

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