Radverkehr in Südbrookmerland  Masterplan soll Sicherheit bringen

Franziska Otto
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Von Franziska Otto
| 08.06.2022 18:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Beim Ritzweg in Moordorf endet der Rad- und Fußgängerweg auf Höhe des Kirchenwegs. Foto: Franziska Otto
Beim Ritzweg in Moordorf endet der Rad- und Fußgängerweg auf Höhe des Kirchenwegs. Foto: Franziska Otto
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Die Gruppe SPD/Linke fordert von der Südbrookmerlander Gemeindeverwaltung mehr Sicherheit für Fahrradfahrer. Dabei soll ein Masterplan helfen.

Südbrookmerland - Mehr Sicherheit für Radfahrer in der Gemeinde fordern die Vorsitzenden der Gruppe SPD/Linke im Südbrookmerlander Gemeinderat, Hange Ukena und Helga Gloger. Für die Umsetzung haben sie auch schon einen Plan. Ukena und Gloger nennen ihn den Masterplan Radverkehr 2030.

Einen speziellen Auslöser für die Forderung eines Masterplanes gab es laut Gloger nicht. Aus einem Schreiben der Gruppenvorsitzenden an Bürgermeister Thomas Erdwiens geht allerdings die These hervor, dass die Gemeinde sich vorrangig nur reaktiv um die Reparatur von Schäden an Fahrradwegen kümmere. Demnach gebe es noch kein Konzept für die Instandhaltung und Planung von Fahrradwegen in der Gemeinde sowie die Entwicklung des Radverkehrs im Allgemeinen.

Für Radfahrer istes gefährlich

Bis zum Jahr 2030, so die Idee der Fraktion, soll der Masterplan bereits umgesetzt werden. Das Ziel ist klar gesteckt: Mehr Sicherheit für Radfahrer – vor allem auf Schulwegen. Aber auch die Entlastung der Straßen in der Gemeinde steht im Vordergrund. Und nebenbei, so Gloger, habe der Umstieg auf das Rad für die Bürger auch noch jede Menge gesundheitliche Vorteile.

Wesentlich ist für Gloger beim geplanten Ausbau der Radwege auch der Tourismus in der Gemeinde Südbrookmerland. Es solle geprüft werden, inwiefern neue Radwege erschlossen oder alte Wege wieder reaktiviert werden können, um einen Ersatz zu Radwegen an den lauten Hauptstraßen bieten zu können, sagt Gloger.

Erster Schritt bereits getan

Den ersten Schritt zum Ausbau der Radwege ist der Südbrookmerlander Bauausschuss bereits gegangen. Ende April beschlossen die Mitglieder die Sanierung des Ritzwegs in Moordorf – immerhin die zweitmeistbefahrene Gemeindestraße in Südbrookmerland. Gut 2489 Fahrzeuge befahren ihn pro Tag. Für Fußgänger und Radfahrer kann er hingegen gefährlich werden. Nicht der komplette Ritzweg hat einen von der Fahrbahn abgehobenen Fußweg. Nur vom Kreisel an der Ekelser Straße bis zur Kreuzung Kirchenweg müssen Fußgänger nicht auf der Fahrbahn laufen.

Von der Verwaltung fordert die SPD/Linke die Überprüfung des Radverkehrs in Südbrookmerland bis zum September. In dieser Wahlperiode soll nach Ansicht der Fraktion der Masterplan gefasst und bis 2030 umgesetzt werden. Über den Antrag der Gruppe sollen auch die Ausschüsse für Bau und Planung, Wirtschaft sowie Feuerschutz und Umwelt beraten, heißt es in dem Schreiben.

Kreis könnte in Planung einbezogen werden

Für die Gruppenvorsitzenden steht zudem fest, dass neben dem ADFC auch der Naturschutzbund (Nabu) in die Planungen miteinbezogen werden soll. Man könne schließlich nicht einfach so neue Radwege durch Naturschutzgebiete bauen, sagt Gloger. Um Ärger zu vermeiden, sei es wichtig, sich frühzeitig mit den Verbänden abzusprechen.

Inwiefern der Landkreis Aurich in den Masterplan mit einbezogen werden soll, muss laut Gloger die Südbrookmerlander Gemeindeverwaltung entscheiden. Der Kreis ist demnach für die Radwege an den Kreisstraßen zuständig. Falls es nötig sein solle, müsse man die Kreisverwaltung einbeziehen.

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