Landwirte bieten Patenschaften an  Stadt Aurich soll sich für Blühwiesen stark machen

| | 02.06.2022 16:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Blühwiesen bieten Insekten Lebensraum und Nahrungsquellen. Foto: DPA
Blühwiesen bieten Insekten Lebensraum und Nahrungsquellen. Foto: DPA
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Einige Landwirte in Aurich bieten Patenschaften für Blühwiesen an. Die Ratsfrau Heidrun Weber schlug vor, diese auf der Webseite der Stadt zu bewerben – stieß dabei aber auch auf Gegenwind.

Aurich - Blühwiesen sollen einen Beitrag zur Biodiversität leisten und Insekten Lebensraum und Nahrungsquellen bieten. Einige Landwirte bieten auch Patenschaften für solche Projekte an. Die Auricher Ratsfrau Heidrun Weber schlug nun vor, eine Übersicht mit Kontaktinformationen zu diesem Thema auf der Webseite der Stadt einzurichten. Die Ortsbürgermeister sollen dabei auf Landwirte zugehen und Angebote zusammentragen. Ein entsprechender Antrag wurde am Dienstag im Umweltausschuss diskutiert.

Hermann Gossel (CDU) wandte ein, dass sich viele Menschen wahrscheinlich schon bei der Landwirtschaftskammer oder ähnlichen Institutionen informieren. Udo Haßbargen (SPD), selbst Landwirt, machte darauf aufmerksam, dass die Bauern mit den Blühwiesen Einnahmen erzielen. Er äußerte Zweifel, ob die Stadt dafür werben sollte. Arno Fecht (FDP) äußerte einen ähnlichen Einwand. „Die Patenschaften werden auch für Imkervölker genutzt“, sagte er. Besser wäre eine Blühwiese ohne eine solche Nutzung. Erika Biermann (SPD) befürwortete den Vorschlag grundsätzlich, schlug aber vor, den Antrag an die Ortsräte weiterzugeben. Dem folgte der Ausschuss schlussendlich mit nur einer Gegenstimme durch Monika Gronewold (CDU).

Für Diskussionen sorgte auch der Beitrag des Naturschützers Rolf Runge, der als Bürger am Ausschuss teilnahm. Er schlug Blühstreifen an Straßenrändern und einen entsprechenden Pflegeplan vor. Bernd Ewerth, Leiter des Fachdienstes Tiefbau bei der Stadt Aurich, nannte einige Beispiele für solche Projekte. Unter anderem sei in einem Bereich des Georgswalls bisher nicht gemäht worden. Das wiederum kritisierten einige Ausschussmitglieder. Volker Rudolph (GAP) nannte die Blühflächen in der Innenstadt „fragwürdig“, weil sie nicht familienfreundlich seien. Heidrun Weber jedoch sprach sich für das Gegenteil aus. Kinder könnten durch Blühwiesen ein Stück Natur entdecken. Udo Haßbargen (SPD) sowie auch Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß machten darauf aufmerksam, dass der Hochwuchs aber auch als Müllplatz missbraucht werden könnte.

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