Nachruf  UEK Norden verliert ihren Seelsorger

| | 31.05.2022 10:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Manfred Hurtig, langjähriger Pastor der Kirchengemeinde Nesse, ist am Sonntag verstorben. Foto: Dr. Helmut Kirschstein
Manfred Hurtig, langjähriger Pastor der Kirchengemeinde Nesse, ist am Sonntag verstorben. Foto: Dr. Helmut Kirschstein
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Manfred Hurtig, Pastor der Kirchengemeinde Nesse und Seelsorger am Norder Krankenhaus, ist am Sonntag gestorben. Superintendent Dr. Helmut Kirschstein würdigte den Verstorbenen.

Norden - Nach nur wenigen Wochen ist der langjährige Pastor der Kirchengemeinde Nesse, Manfred Hurtig (63), am Sonntag seiner schweren Krankheit erlegen. Dieser Sonntag „Exaudi“ ist mit seinen Texten und Liedern auf „Abschied und Trost“ gestimmt, was angesichts der Trauer über den Tod des beliebten Seelsorgers sicherlich Zuspruch für die Gläubigen sein mag, schreibt Dr. Helmut Kirschstein, Superintendent im Kirchenkreis Norden in seinem Nachruf.

Kirschstein weiter: Nach seinem Dienstbeginn in Einbeck wirkte Manfred Hurtig schon seit 1992 in Nesse. Vieles brachte er ganz neu auf den Weg. Sein Herz schlug für die Menschen und die dörfliche Gemeinschaft. Als Jäger wurde er mit den von ihm gefeierten Hubertus-Messen weit über sein Dorf hinaus bekannt. Er pflegte auch im Gottesdienst die plattdeutsche Sprache und konnte sich in aller Regel über ein volles Gotteshaus freuen. Dabei fanden nicht nur seine bodenständigen Predigten großen Zuspruch. Immer wieder trug Hurtig selbst am Keyboard auch zum musikalischen Gelingen des Gottesdienstes bei. In den letzten Jahren übernahm er auch die Leitung des Nessmer „Projektchors“, der längst zu einer ständigen Einrichtung geworden war.

Ab 2006 betreute Hurtig auch Patienten und Personal in der UEK

Anfang der 2000er Jahre nahm Manfred Hurtig ergänzend die Geschäftsführung des Diakonie-Pflegedienstes im Kirchenkreis Norden wahr. Diakonische Aufgaben lagen ihm immer am Herzen. Als der demografische Wandel eine Reaktion herausforderte, übernahm er ab 2006 eine halbe Pfarrstelle als Seelsorger an der Ubbo-Emmius-Klinik in Norden. Hier bekam er höchste Anerkennung für sein zugewandtes Engagement – nicht nur Patienten schätzten ihn sehr, auch für Pflegekräfte und Ärzteschaft war er ein angesehener, vertrauter Gesprächspartner, so Kirschstein. Bei alledem vernachlässigte er seine Aufgaben in der Kirchengemeinde keineswegs und blieb als Nessmer Ortspastor eine Institution.

Im Kirchenkreis war Manfred Hurtig bis zuletzt als Archivpfleger tätig. Als stellvertretender Superintendent im Aufsichtsamt brachte er sich lange Zeit in die Norder Kirchenpolitik ein. Manfred Hurtig hinterlässt allenthalben große Dankbarkeit. Seine Frau Johanna und die verheiratete Tochter Talea sind ihrerseits der Kirche eng verbunden.

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