Osnabrück  Viel neue Kunst im Lauten Speicher und in den Büroräumen des LVO in Osnabrück

Tom Bullmann
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Von Tom Bullmann
| 27.05.2022 13:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Nur am Wochenende zeigt das „Intervision Studio auf Tour“ Foto- und Videokunst im Lauten Speicher, im Leisen Speicher eröffnete der Landschaftsverband die Langzeitausstellung „Polar“ und auch in der Osnabrückhalle wird neuerdings Kunst gezeigt.

Die Zeiten des Lockdowns sind vorbei, in denen man das Gefühl bekam, die Zeit habe sich verlangsamt. Viele Menschen hatten weniger Stress, eine merkwürdige Art der Entschleunigung übernahm den Alltag. Da sich auch viele Künstler pandemiebedingt mit der Zeit beschäftigten, hat Sonia Wohlfarth Steinert genau das zum Thema einer Wochenend-Ausstellung gemacht: „Viel Zeit“.

Wohlfarth Steinert betreibt seit vielen Jahren das Intervision Studio, die „Temporäre Galerie für Fotografie und angrenzende Richtungen“. 2020 zog sie von der Lohstraße in den Hafen. Im Leisen Speicher arbeitet sie, im Lauten stellt sie aus. Im Großen Saal präsentiert sie Arbeiten von sechs Kollegen sowie von sich selbst. Da findet man die „Scanographien“ von Michael Dropmann, der die unterschiedlichen Arten von Zeit darstellt, indem er entsprechende Gegenstände auf einen Scanner legt und so auf Papier sichtbar macht: Spielzeit, Auszeit, Mahlzeit…

Christine Hoffmann beteiligt sich mit einer fotografischen Sommereise nach Berlin an der Ausstellung, Betina Kuntzsch zeigt die geradezu meditative Videoanimation „Pro Minute“ und Manfred Arntz lädt zu einer imaginären Schwarz-Weiß-Zeitreise ein. Darüber hinaus sind Arbeiten von Marianne Lohmann, Monika Witte und der Organisatorin selbst zu sehen. Die Ausstellung im Lautern Speicher am Hafen startet am Freitag, 27. Mai, mit einer Vernissage ab 18 Uhr, die von DJ An:ja musikalisch unterfüttert wird, und endet am Sonntag, 29. Mai, um 18 Uhr. Mehr Infos unter www.intervision-net.de.

Im benachbarten Leisen Speicher darf man in den Flur- und Büroräumen des Landschaftsverbandes in die Welt der Kunst eintauchen. Elf Studierenden des Faches Kunst der Universität Osnabrück wird in der Geschäftsstelle die Möglichkeit gegeben, Arbeiten öffentlich auszustellen. Das Thema „Polar“ wurde ganz unterschiedlich interpretiert. Während die einen die Pole unserer Erde assoziierten, hatten andere die Polarisation physikalisch oder auch gesellschaftlich im Sinn, als sie ihre Arbeiten für die Ausstellung anfertigten. Die Werke bleiben unter dem Motto „Kunst im Speicher“ ein Jahr in den Räumen des Landschaftsverbands Osnabrücker Land hängen und setzen so eine Tradition fort, die bereits in dessen altem Domizil im Schloss zu Bad Iburg gestartet worden war. Geöffnet hat die Geschäftsstelle montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Infos unter www.lvosl.de.

Seit Neuestem können auch Besucher der Osnabrückhalle Kunst genießen. Im unteren Foyer werden ab jetzt in regelmäßigen Abständen Werke Osnabrücker Künstler präsentiert. Bei der Ausstellungsreihe handelt es sich um eine Kooperation der Veranstaltungshalle mit dem Kunstraum Hase29, deren Betreiber sich gern bereit erklärt haben, den Kontakt zu Künstlern herzustellen, die sich an „Kunst im Foyer“ beteiligen wollen. Den Anfang machen Elena Kok und Jakob Schöning, deren großformatigen Bilder im Foyer für Aufmerksamkeit sorgen.

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