Bremen Durchsuchungen des Bremer Zolls zur Bekämpfung von Schwarzarbeit
Am Donnerstag hat das Hauptzollamt Bremen umfangreiche Durchsuchungen in Bremen, Oldenburg, Hannover und Berlin durchgeführt. Dabei konnten vier Tatverdächtige gestellt werden.
Von den Durchsuchungen betroffen waren laut einem Polizeibericht rund 40 Objekte, insbesondere Wohn- und Geschäftsräume von Beschuldigten, die in der Baubranche tätig sind. An den Maßnahmen waren über 450 Zöllnerinnen und Zöllner von verschiedenen Hauptzollämtern, die Polizei Bremen, die Bundespolizei und das THW beteiligt.
Den Durchsuchungsmaßnahmen vorausgegangen sind umfangreiche Ermittlungen in zum Teil komplexen und miteinander verflochtenen Unternehmungsstrukturen. Dadurch ergab sich der Verdacht, dass die Beschuldigten in organisierter Form die Beschäftigten ihrer Firmen nicht oder nicht ausreichend zur Sozialversicherung angemeldet und somit Beiträge hinterzogen haben.
In einigen Fällen wurden dafür sogenannte Abdeckrechnungen auch von Scheinfirmen verwendet, mit deren Hilfe die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse von Arbeitnehmern der Beschuldigten verschleiert wurden. Im Zuge der Maßnahmen wurden vier Tatverdächtige festgenommen, gegen die das Amtsgericht Bremen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bremen Haftbefehle erlassen hat. Zudem wurden umfangreiche Geschäftsunterlagen als Beweismaterial sichergestellt und Vermögenswerte arrestiert.
„Die Durchsuchungsmaßnahmen zeigen, dass die Konzentration des Zolls auf die besonders von Schwarzarbeit betroffenen Branchen, zu der die Baubranche unzweifelhaft gehört, erfolgreich ist. Schwarzarbeit wird von uns konsequent verfolgt. Wir schützen damit die Wirtschaftsbeteiligten, die sich an Recht und Gesetz halten“, so Nicole Tödter, Leiterin des Hauptzollamts Bremen.