Standortsuche für Solarpark  Volle Sonnenkraft voraus im Brookmerland

Thomas Dirks
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Von Thomas Dirks
| 16.05.2022 20:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die bisher einzige Fotovoltaikanlage im Brookmerland steht nahe dem Windpark in Osteel. Foto: Thomas Dirks
Die bisher einzige Fotovoltaikanlage im Brookmerland steht nahe dem Windpark in Osteel. Foto: Thomas Dirks
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Die Samtgemeinde Brookmerland lässt eine Freiland-Fotovoltaikanlage projektieren – dabei geht es auch um mögliche Widerstände.

Brookmerland - Mehr Strom aus Sonnenlicht soll künftig im Brookmerland gewonnen werden. Einen weiteren Schritt in diese Richtung hat die Samtgemeinde jetzt getan. Einstimmig beschloss der nicht öffentlich tagende Samtgemeindeausschuss, den Bau einer Freiland-Fotovoltaikanlage projektieren zu lassen.

Wie Brookmerlands stellvertretender Samtgemeindebürgermeister und Bauamtsleiter Jochen Behrends mitteilte, wurde damit die „Friesen Elektra Beteiligungs-GmbH“ beauftragt. Die Firma gehört zur Schloss-Gödens-Unternehmensgruppe. Deren Geschäftsführer ist Maximilian Graf von Wedel. Wie berichtet, hatte der Adelige aus dem friesländischen Gödens schon vor einiger Zeit Interesse am Bau einer oder mehrerer Freiland-Fotovoltaikanlagen im Brookmerland bekundet und seine Pläne Anfang März hinter verschlossenen Türen im Samtgemeindeausschuss vorgestellt.

Flächen ins Auge gefasst

Demnach haben von Wedel und die „Friesen Elektra Beteiligungs-GmbH“ bereits konkrete Flächen auf dem Gebiet der Samtgemeinde ins Auge gefasst. In seinem Vortrag habe von Wedel mögliche Untersuchungsräume im Brookmerland vorgestellt, die sich aus einer vorab gefertigten Raumanalyse ergeben hätten, teilte Behrends damals nach der Sitzung mit. Diese Räume seien im weiteren Verfahren zu konkretisieren und deren tatsächliche Eignung für die Stromgewinnung zu ermitteln, hieß es.

Um welche Räume es sich handelt, teilte die Verwaltung bisher nicht mit. Wie aus Teilnehmerkreisen zu erfahren war, geht es bei den bisher nur grob umrissenen Bereichen auch um Flächen nordöstlich von Marienhafe, nordwestlich von Upgant-Schott und am Industriegebiet Hansestraße in Upgant-Schott.

Raumwiderstände werden geprüft

Auch sollen die von von Wedel geplanten Anlagen grundsätzlich eine bestimmte Mindestgröße haben und rund 20 Hektar nicht unterschreiten. Der Graf habe deutlich gemacht, zunächst das Interesse der Politik abfragen zu wollen, bevor er sich an die Eigentümer der in Frage kommenden Fläche wende. Dieses Interesse der Politiker scheint vorhanden, weshalb sie jetzt grünes Licht für weitere Schritte gaben.

Die bestehen laut Behrends darin, die Standortsuche fortzusetzen und sogenannte Raumwiderstände zu analysieren. Raumwiderstände seien Belange, die gegen eine Planung sprechen beziehungsweise diese beeinflussen und im Rahmen der Planaufstellung zu bewerten und gegebenenfalls abzustellen seien, erläuterte Behrends auf Nachfrage.

Bisher ein Solarpark auf Brookmerlander Gebiet

Im Brookmerland gibt es einen Solarpark. Die bisher einzige Anlage steht in Osteel. Sie wurde im Jahr 2010 zwischen dem Reithammer Weg und dem Windpark am Eidelweg gebaut.

Die Planungen für einen weiteren Solarpark laufen derzeit: Wie berichtet, haben die Norder Landwirte Menhard und Hauke Groeneveld ebenfalls Interesse daran, im Brookmerland Strom aus Sonnenlicht zu gewinnen. Auch sie planen den Bau einer Fotovoltaikanlage. Sie soll in Osteel errichtet werden. Die bis zu sechs Hektar große Anlage soll in einem parallel zur Bahnlinie verlaufenden Streifen entstehen. Die geplanten Investitionen bezifferte Menhard Groeneveld mit mehreren Millionen Euro. Vater und Sohn Groeneveld haben einen Hof mit rund 18 Hektar Land an der Bundesstraße 72 nahe der Grenze zum Stadtgebiet Norden gekauft. Ihre Pläne stellten die Groenevelds im Januar im Verwaltungsausschuss der Gemeinde Osteel vor, wo das Projekt von der Politik positiv gesehen wird.

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