Verkehrsader in Aurich  Lange Staus wegen Baustelle erwartet

Franziska Otto
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Von Franziska Otto
| 16.05.2022 17:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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In gut einem Monat beginnt die Sanierung der Fockenbollwerkstraße in Aurich. Das Bauamt rechnet deswegen mit langen Staus in der Auricher Innenstadt.

Aurich - Ab 20. Juni wird die Fockenbollwerkstraße in Aurich voraussichtlich wegen Bauarbeiten halbseitig gesperrt. Anderthalb Jahre lang können Autofahrer dann auf der Straße nur noch in Richtung Innenstadt fahren. Das Gebiet soll über Umleitungen weiträumig umfahren werden. Trotzdem rechnet Bauamtsleiter Frank Buchholz für die ersten Tage mit langen Staus in der Auricher Innenstadt.

Die Fockenbollwerkstraße gehört zu den meistbefahrenen Straßen in Aurich. Etwa 15.000 Fahrzeuge und mehr als 2000 Radfahrer fahren laut Buchholz pro Tag über die Strecke. Durch die Bauarbeiten soll sich gerade die Situation für Radfahrer verbessern. Die Fahrbahn für Autos wird verkleinert. Der Gehweg und der Radweg werden verbreitert. In einem weiteren Bauabschnitt wird ein Kreisverkehr an der Kreuzung zur Egelser Straße eingerichtet. Die Kreuzung soll dafür nicht vollgesperrt werden, kann aber zwischenzeitlich in den einzelnen Einfuhrbereichen auf eine Fahrbahn verengt werden.

Weiträumige Umleitungen

Die Landesstraßenbaubehörde versucht, den Verkehr so weiträumig wie möglich um die Fockenbollwerkstraße umzuleiten. So sollen Autofahrer aus Wittmund Richtung Aurich bereits in Plaggenburg abgelenkt werden.

Die Hauptumleitung geht über den Hoheberger Weg, die Wallinghausener Straße und über den Heerenkamp zur Egelser Straße. LED-Schilder sollen auf die Umleitungen hinweisen und die Autofahrer führen.

Die Umleitung führt über den Hoheberger Weg, die Wallinghausener Straße und den Heerenkamp. Grafik: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Die Umleitung führt über den Hoheberger Weg, die Wallinghausener Straße und den Heerenkamp. Grafik: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Keine Schleichwege für Autofahrer

Schwierig wird es für Autofahrer auf der Emder Straße in Aurich. Sie sollen im besten Falle nicht bis zur Kreuzung Hoheberger Weg fahren, um dort links abzubiegen. Denn: Die Linkabbiegerspur im Kreuzungsbereich ist relativ kurz. Je nach Wagenlänge passen dort nur etwa vier Autos rein. Der Verkehr soll deswegen bereits an der Kreuzung Julianenburger Straße über den Fischteichweg gelenkt werden. Für Autofahrer geht es dann über die Große Mühlenwallstraße. Von hier aus können sie nach rechts in den Hoheberger Weg abbiegen.

Ob die Autofahrer tatsächlich diesen Umweg annehmen, bezweifelt Buchholz. Zumindest in den ersten paar Tagen nach Baustart rechnet er mit Staus in der Auricher Innenstadt. Bei solch umfassenden Sperrungen versuchten viele Autofahrer noch, einen Schleichweg zu finden. Das Bauamt versucht, genau das zu verhindern. Dazu wird die Jann-Berghaus-Straße zur Sackgasse. Von dort aus soll man für die Zeiten der Bauarbeiten nicht mehr auf die Fockenbollwerkstraße fahren können. Damit habe man auf die Sorgen von Anwohnern reagiert, sagte Buchholz. Sie fürchteten, dass Autofahrer versuchen würden, über die Jann-Berghaus-Straße die Umleitung abzukürzen. Auch in diesem Bereich könnte es kurz nach Baustart Chaos geben, fürchtet Buchholz.

Bauarbeiten kosten 4,9 Millionen Euro

Zur Vorbereitung für die Baustelle soll zuvor der Südeweg ertüchtigt werden. Dazu wird der Asphalt teilweise abgetragen und an anderen Stellen erneuert. Dazu müsse der Südeweg für wenige Tage voll gesperrt werden, so Buchholz.

Während der Bauarbeiten soll die Fockenbollwerkstraße für Fußgänger und Radfahrer nutzbar bleiben. Umleitungen würden hier nur sehr schwer angenommen, sagt Buchholz. Auch die Geschäfte sollen erreichbar bleiben. Jedoch könne es zu kurzen Einschränkungen kommen. Schließlich müsse auch direkt vor den Geschäften gebaut werden, so Buchholz.

Für das Landesbauamt ist die Sanierung der Fockenbollwerkstraße kein alltägliches Projekt. „Auf einer Skala von eins bis zehn ist es fast eine zehn“, sagte Buchholz. Die Verkehrsader verbinde schließlich unter anderem das Krankenhaus und die Freiwillige Feuerwehr mit der Auricher Innenstadt.

Das gesamte Vorhaben kostet laut Buchholz 4,9 Millionen Euro. Etwa 2,5 Millionen übernimmt die Landesbaubehörde, zwei Millionen die Stadt Aurich und den Rest der Landkreis.

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