Bahnverkehr Zerstörte Friesenbrücke wird jetzt fachgerecht zerlegt
Alle Überbauten der zerstörten Friesenbrücke sind abgebaut worden. Sie werden aktuell mit einem Spezialbagger auf einem Firmengelände in Papenburg zerkleinert.
Hilkenborg/Papenburg - Die Dimensionen sind schon mächtig. Mehrere Meter hoch und tonnenschwer sind die Überbauten der alten Friesenbrücke, die auf dem Gelände der Firma EFG Port Papenburg im Papenburger Hafen stehen. Dort werden die Teile der Eisenbahnbrücke aktuell mit einem Spezialbagger zerkleinert.
Brücke soll bei Ende Juni zerlegt worden sein
Am 3. Dezember 2015 war die wichtige Zugverbindung zwischen Groningen und Bremen über Leer durch einem Schiffsunfall zerstört worden. Seit Ende der vergangenen Woche stehen alle Brückenteile auf der von der Deutschen Bahn gemieteten Fläche in Papenburg.
Der Baggerfahrer mit seinem Spezialschneider hat auch gut zu tun. „Wir gehen davon aus, dass die Überbauten bis Ende Juni zerlegt worden sind. Eine genaue Zahl kann ich nicht nennen, aber Schätzungen gehen von insgesamt rund 1000 Tonnen aus, die die Stahlkonstruktionen der Friesenbrücke wiegen“, sagte Diplom-Ingenieur Stefan Schwede, Teilprojektleiter Friesenbrücke bei der Deutschen Bahn.
Vergabe für Brücken-Neubau im Sommer
Beim Vor-Ort-Termin in Papenburg machte Schwede deutlich, dass die Rückbauarbeiten an der alten Eisenbahnbrücke bei Hilkenborg und Weener im Zeitplan liegen. „Alle Überbauten der Brücke, auch die auf der Landseite von Hilkenborg, sind von Schwimmkran ,Enak‘ aufgenommen und nach Papenburg gebracht worden“, führte Schwede aus. Als nächstes sollen die drei Brückenpfeiler, die auf Westoverledinger Seite im Deichvorland stehen, entfernt werden. Der Teilprojektleiter geht davon aus, dass der Zeitplan auch weiterhin eingehalten werden kann. Die Vergabe für den Neubau soll im Sommer erfolgen.
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