Berlin Vertraute von Luke Mockridge entschuldigt sich für K.o.-Tropfen-Witz
Die Youtuberin und Influencerin Joyce Ilg war wegen eines Witzes über K.o.-Tropfen in die Kritik geraten. Jetzt entschuldigt sie sich auf Instagram, betont aber, auch weiter einen „Humor an der Grenze“ bewahren zu wollen.
Am Ostersonntag sorgte die Youtuberin Joyce Ilg für einen Shitstorm, als sie ein Foto mit dem Comedian Luke Mockridge auf Instagram postete und dazu scherzhaft schrieb: „Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich hab nur ein paar K.o.-Tropfen bekommen.“ Damit spielte sie auf Vergewaltigungsvorwürfe an, die es gegen ihren guten Freund Luke Mockridge gab. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten, in den sozialen Netzwerken wurde Ilg für ihre Aussage heftig kritisiert.
„Das sollte kein Witz auf Kosten von K.o.-Tropfen-Opfern sein, sondern eine Anspielung darauf, dass Luke diesen K.o.-Tropfen-Gag ja damals in seinem Programm hatte“, ergänzte Ilg damals ihren eigenen Beitrag. Nachdem die Kritik nicht abriss, postete die 38-Jährige ein Video, in dem sie unter anderem den Shitstorm kritisierte. Eine Entschuldigung enthielt das Video aber nicht.
Lange äußerte sich die Influencerin nicht weiter zu ihrem Oster-Posting. Am Donnerstag hat sich Ilg dann in einem längeren Beitrag zu Wort gemeldet. „Ich möchte mich für meinen K.o. Tropfen-Spruch von Herzen bei euch entschuldigen“, schreibt Ilg. Außerdem tue es ihr leid, wenn es für einige zu lange gedauert habe. „Für mich war diese Tage der Reflexion wichtig.“
Weiter philosophierte die Youtuberin darüber, was Humor dürfe und was nicht. „Mein Post war nicht verständlich und hat viele von euch verletzt. Das tut mir aufrichtig leid, so möchte ich nicht sein.“ In dem Moment überschreite sie auch in ihren Augen eine Grenze. „Mein Humor ist bestimmt auch in Zukunft oft an der Grenze. Aber ich lerne dazu, was wann wie im Rahmen ist“, beteuerte Ilg.
Bei dem Gag sei es ihr darum gegangen, das Thema (Vor-)Verurteilung anzustoßen und darauf hinzuweisen, dass Shitstorms Menschen verletzten und im schlimmsten Fall auch das Leben kosten könnten. Damit spielte sie vermutlich auf die Reaktionen zu Vorwürfen gegenüber Luke Mockridge an. Der Comedian soll demnach eine frühere Partnerin sexuell missbraucht zu haben. Beweise dafür, außer der Aussage der Ex-Partnerin, lagen bisher nicht vor.
Zu der Kritik, den K.o.-Tropfen-Witz auf Kosten von Betroffenen gemacht zu haben, sagt Ilg: „Ich wollte das Thema K.o.-Tropfen nicht verharmlosen. Und vor allem wollte ich auf gar keinen Fall Opfern das Gefühl geben, nicht ernstgenommen zu werden.“
Das Statement der 38-Jährigen wurde von der Community überwiegend positiv aufgenommen. „Ich finde das hast du großartig geschrieben“, erklärte eine Nutzerin. Ein anderer Instagram-User meinte: „Joyce.. So sieht für mich ein reflektierendes Statement aus.“ Während die positiven Reaktionen in der Überzahl waren, gab ein Fan zu bedenken: „Wenn der originale Post immer noch da ist, kann man die Entschuldigung leider nicht 100% ernst nehmen.“ In der Tat hat Ilg den K.o.-Tropfen-Post bis heute nicht gelöscht.