Aurich Feste Linien und ein digitaler Anrufbus
Die Auricher Ratsgruppe SPD/GAP will mehr Menschen in den ÖPNV locken. Dafür wird ein altes Konzept hervorgeholt.
Aurich - Die Gruppe SPD/GAP im Auricher Stadtrat will dem öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt auf die Sprünge helfen. Im Vergleich zum jetzt fahrenden Anrufbus soll das Angebot deutlich ausgeweitet werden. Das geht aus einem Antrag der Gruppe zu den momentan laufenden Haushaltsberatungen hervor.
Im Kern des Antrages geht es darum, ein vier Jahre altes Konzept konzentriert wiederzubeleben: SPD und GAP möchten in Aurich drei Buslinien installieren. Damit greifen sie einen Vorschlag aus dem Jahr 2018 auf. Damals hatte das Büro „SHP Ingenieure“ ein Liniennetz mit neun Buslinien vorgeschlagen. Dieses Konzept aber sei zu teuer, weswegen es bei der abgespeckten Version bleiben müsste, heißt es in dem Antrag. Stattdessen gibt es andere Vorschläge für eine bessere Anbindung der Ortsteile mit Bussen an die Auricher Innenstadt.
Mitfahrbänke sollen Busse ergänzen
Drei feste Buslinien wollen SPD und GAP in Aurich einrichten. Ergänzt werden soll dieses kleine Netz vom Anrufbus, „dessen Organisation dem digitalen Zeitalter gemäß neu durchdacht werden muss“. So steht es in einem Antrag der Gruppe für die diesjährigen Haushaltsberatungen.
Grundlage für die drei Buslinien soll der Vorschlag des Büros „SHP Ingenieure“ ein. Diese hatten vor vier Jahren ein Konzept mit neun Linien im Stadtgebiet vorgestellt. Statt der 300.000 Euro Defizit des jetzigen Anrufbusses hätten die neun Linien damals gut 600.000 Euro mehr an Subventionen benötigt.
Versuchsweise, so heißt es in dem Antrag weiter, sollten in ausgewählten Ortsteilen Bürgerbusse mit ehrenamtlichen Fahrern und Mitfahrbänke ausprobiert werden. Letztere hat der Ortsrat Brockzetel/Wiesens bereits 2017 gefordert. In Wiesens sollte eine solche Bank auch probeweise aufgestellt werden. Passiert ist aber nie etwas. Nach zwei Jahren wollen SPD und GAP überprüfen, ob die neuen Systeme von den Aurichern angenommen werden.