Aurich

Geranienmarkt: Bunte Blumen mit Wermutstropfen

Franziska Otto
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Von Franziska Otto
| 08.05.2022 17:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ashling Mac Aogain verkaufte gemeinsam mit ihrer Mutter Petra Kraft Mac Aogain auf dem Geranienmarkt in Aurich Pflanzen. Foto: Franziska Otto
Ashling Mac Aogain verkaufte gemeinsam mit ihrer Mutter Petra Kraft Mac Aogain auf dem Geranienmarkt in Aurich Pflanzen. Foto: Franziska Otto
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Eigentlich sind die Verkäufer über die Besucherzahl auf dem Geranienmarkt in Aurich zufrieden. Aber ein Wermutstropfen bleibt dennoch.

Aurich - Über bestes Wetter konnten sich am Sonntag die Verkäufer auf dem Geranienmarkt in Aurich freuen. In der Stadt war einiges los. Allerdings reichte es für die Standbetreiber nicht an die Zeit vor Corona heran, wie eine Umfrage der ON ergab.

Vor allem morgens war weniger los als vor der Pandemie, sagt Jochen Jakobs vom „Garten Eden“. „Das ist nicht zu vergleichen.“ Normalerweise sei der Geranienmarkt in Aurich von 8 bis 13 Uhr voll. Dieses Mal waren jedoch weniger gezielte Käufer auf dem Marktplatz unterwegs. „Der Vormittag war extrem schwach“, sagt Jochen Jakobs.

Christine Eden ist die Inhaberin des „Garten Eden“. Gemeinsam mit ihrem Partner Jochen Jakobs boten sie ihre Waren auf dem Geranienmarkt an. Foto: Franziska Otto
Christine Eden ist die Inhaberin des „Garten Eden“. Gemeinsam mit ihrem Partner Jochen Jakobs boten sie ihre Waren auf dem Geranienmarkt an. Foto: Franziska Otto

Zum ersten Mal seit zwei Jahren

Zwei Jahre lang fiel der Geranienmarkt in Aurich pandemiebedingt aus. „Es war voll, aber nicht wie früher“, sagt Jochen Jakobs. Im Gegensatz dazu sei der Heidemarkt im vergangenen Herbst besser besucht gewesen.

Christine Eden ist die Inhaberin des „Garten Eden“. Gemeinsam mit ihrem Partner Jochen Jakobs boten sie ihre Waren auf dem Geranienmarkt an. Foto: Franziska Otto
Christine Eden ist die Inhaberin des „Garten Eden“. Gemeinsam mit ihrem Partner Jochen Jakobs boten sie ihre Waren auf dem Geranienmarkt an. Foto: Franziska Otto

Ab 13 Uhr öffneten die Geschäfte in der Innenstadt zum verkaufsoffenen Sonntag. Viele Menschen waren unterwegs. Jedoch bummelten sie dann eher über den Markt, statt gezielt einzukaufen, sagt Jochen Jakobs.

Geranien zum Muttertag

Jochen Jakobs vermutet mehrere Ursachen für die relativ geringe Zahl an Besuchern. Ein Grund könne demnach der Krieg in der Ukraine sein. In der Folge seien viele Preise sowohl bei Lebensmitteln als auch beim Sprit gestiegen. Die Leute achteten mehr auf ihr Geld und lebten sparsamer. Ein anderer Grund könne der Muttertag sein. Viele Menschen hätten dafür schon Pläne gemacht, vermutet Jochen Jakobs. Man gehe zusammen frühstücken oder trinke Kaffee.

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Zwischen bunten Blumen
08.05.2022

Trotz eines eher ruhigen Geranienmarkts sind die Gärtner aber zufrieden. „Wir können uns nicht beschweren“, sagt Jochen Jakobs. Auch Manuela Ambraß von der Ambraß Gärtnerei ist nicht enttäuscht. In den Vorjahren hätten sich die Menschenmassen über den Markt geschoben. Nun habe man mehr Ruhe. Petra Kraft Mac Aogain von der Rosengärtnerei Kraft in Wiesmoor verkaufte gemeinsam mit ihrer Tochter Ashling Mac Aogain auf dem Geranienmarkt Pflanzen. Sie freuten sich, den Muttertag gemeinsam zu verbringen. Der ein oder andere Kunde habe auch in letzter Minute am Morgen noch Blumen für die Mutter geholt. Es seien auch einige Mutter-Kind-Gespanne über den Markt gelaufen und hätten zusammen Blumen ausgesucht.

Der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereins, Udo Hippen, ist mit dem Geranienmarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag sehr zufrieden. Dabei denkt er nicht zuerst an die Umsätze der Kaufleute. Natürlich seien sie auch wichtig, so Hippen. Entscheidend sei aber, dass die Veranstaltung für die Stadt jede Menge Werbung gemacht habe. Die Gastronomie, Kaufleute und Künstler hätten gut miteinander gearbeitet. „Aurich hat sich von seiner besten Seite gezeigt“, sagte Hippen.

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