Bremen
Drei Festnahmen nach Messerstechereien in Bremen
Bei zwei Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten in Bremen-Walle und Vegesack sind auch Messer zum Einsatz gekommen. Drei Tatverdächtige konnten festgenommen werden.
Zunächst kam es laut einer Mitteilung der Polizei gegen 8.50 Uhr in Utbremen zwischen einem 36-Jährigen und zwei 24 und 26 Jahre alten Männern zu einer Konfrontation. Beide Parteien sind laut Polizei seit längerem zerstritten und trafen sich am Morgen zufällig an der Landwehrstraße. Sofort entwickelte sich eine Auseinandersetzung, bei der die 24- und 26-Jährigen mit Fäusten auf den Älteren einschlugen. Schließlich zückten beide Angreifer ein Messer und einer attackierte seinen Kontrahenten damit. Der 36-Jährige konnte dem Messerangriff ausweichen und sich in einen Supermarkt retten, wo er mit Glasflaschen nach seinen Verfolgern warf. Alarmierte Einsatzkräfte beendeten das Szenario und nahmen das Duo fest.
Der 36-Jährige musste mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Polizisten fanden ein Messer bei den Tatverdächtigen und stellten es sicher. Die Polizei sicherte weitere Spuren, befragte Zeugen und führte abschließend sogenannte Gefährderansprachen durch.
Gegen 20.45 Uhr musste die Polizei erneut zu einem Einsatz mit Messer in Vegesack ausrücken. Dort waren zwei betrunkene Nachbarn in einem Mehrparteienhaus an der Friedrich-Klippert-Straße aneinandergeraten. Ein 53-Jähriger schlug und trat laut Polizei gegen die Wohnungstür eines 60 Jahre alten Bewohners und drohte diesen umzubringen. Als der Mann die Tür öffnete, attackierte ihn der Angreifer sofort mit einem Küchenmesser und verletzte ihn damit am Bauch. Der 60-Jährige setzte sich zur Wehr und brachte seinen jüngeren Widersacher zu Boden, wobei dieser das Messer aus der Hand verlor. Im darauffolgenden Gerangel schlugen die beiden Kontrahenten laut Polizei mit Fäusten aufeinander ein.
Alarmierte Einsatzkräfte trafen beide Männer noch im Flur an. Der 60-Jährige hatte durch die Abwehrbewegungen weitere Schnittverletzungen erlitten, die vor Ort durch einen Notarzt versorgt wurden. Der 53-Jährige erlitt eine Platzwunde am Kopf und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Er wurde anschließend in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.
In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.