Fußball
Abstiegskampf nur als Zuschauer
Westerende gewinnt in der Fußball-Ostfrieslandklasse A 4:1 gegen Großefehn II und hält wohl die Liga – alle anderen müssen bis zum Schluss zittern.
Westerende - So spannend war es selten in einer Fußball-Liga: In der Abstiegsrunde der Ostfrieslandklasse A können von den neun teilnehmenden Mannschaften noch acht absteigen. Drei wird es am Ende erwischen, nur der BSV Wiegboldsbur ist trotz des Sieges gegen Holtrop wohl abgestiegen. Der TuS Westerende wird sich aus diesem Hauen und Stechen wohl heraushalten. Die Mannschaft um Trainer Klaus Hoofdmann gewann am Wochenende deutlich mit 4:1 gegen die zweite Mannschaft des SV Großefehn und führt die Tabelle der Abstiegsrunde an. „Eigentlich wären wir lieber in der Aufstiegsrunde angetreten. Jetzt in der Abstiegsrunde wollten wir uns so früh wie möglich ein Polster auf die anderen Mannschaften erarbeiten. Das ist uns gelungen“, sagt Hoofdmann.
Tore zum günstigen Zeitpunkt
Der Start in die Partie gegen Großefehn hätte aber ungünstiger nicht sein können. Großefehns Spielertrainer Andre Frerichs traf bereits nach wenigen Sekunden für die Gäste. „Da waren wir noch ein wenig unsortiert“, so Hoofdmann. Westerende tat sich schwer, in die Partie zu finden, mit dem Ausgleich durch Berend Janssen wurde es besser. Mit dem Pausenpfiff traf erneut Janssen mit einem Freistoß aus gut 30 Metern Torentfernung. Dieses Mal war es aber kein Treffer, der den Weg in das ZDF-Sportstudio finden wird. „Er kam ziemlich mittig, da sah der Torwart ein wenig unglücklich aus. Der Zeitpunkt war für uns aber günstig“, so Hoofdmann.
In der zweiten Halbzeit war Westerende gleich im Spiel und übte Druck auf die Großefehntjer Hintermannschaft aus, von den Gästen kam nun fast gar nichts mehr. Stefan Heyen erhöhte per Strafstoß auf 3:1, der eingewechselte Tjade Stüven machte mit dem 4:1 den Deckel drauf.
In der 72. Minute musste SVG-Torhüter Dennis Kuschel ärztlich versorgt werden, seine Wunde wurde laut Hoofdmann mit mehreren Stichen genäht. „Da rückt das Ergebnis auch in den Hintergrund“, so der TuS-Trainer.
Die Abstiegssorgen sind verflogen, Hoofdmann ist froh, dass seine Mannschaft im Endspurt mit dieser Frage nichts mehr zu tun hat. Es seien viele gute und ambitionierte Mannschaften dabei, die eigentlich andere Ziele hatten und nun mit dem Rücken zur Wand stehen.
Ein wenig denkt er noch daran, wie es gewesen wäre, in der Aufstiegsrunde zur Ostfrieslandliga zu spielen. „Wir hatten auch Pech in der Hinrunde. Heyen hat zum Beispiel lange gefehlt“, so Klaus Hoofdmann. Auf jeden Fall wünscht sich der TuS-Trainer noch mehr Normalität in der neuen Spielzeit.
„Der Modus ist nicht schön, hoffentlich spielen wir bald wieder in einer großen Liga“, sagt der Westerender Trainer.