Aurich
Aurich rockte in den Wonnemonat
Die erste Publikumsveranstaltung nach Corona verlief in Aurich so wie von ihren Veranstaltern erhofft – und das trotz Konkurrenz. In 13 Kneipen gab es Musik.
Aurich - „Aurich rockt in den Mai“ war nach der Pandemie wieder die erste richtige Veranstaltung in der Stadt und sorgte trotz der Maifeiern in der Region für volle Kneipen in der Auricher Innenstadt. Dort gab es bis in die frühen Morgenstunden in 13 Kneipen Live-Musik. Überall herrschte eine angenehme, entspannte und gemütliche Atmosphäre, wobei die Gäste die wunderbare Musik, das eine oder andere Getränk zu sich nehmend, mit den Ehepartnern, Freunden oder Bekannten genossen. Einige verblieben länger in einem Lokal, andere wiederum zog es gleich weiter ins nächste, denn der Eintritt galt für alle. In der Auricher Innenstadt war den ganz Sonnabendabend Bewegung.
„Wir sind sehr zufrieden. Es war ein schöner Abend, die Gäste und auch die Gastros waren zufrieden und glücklich. Es ist so verlaufen, wie wir uns das gewünscht haben: Immer gut gefüllt, aber nie zu voll. Unser Ziel war es: Es sollte ein toller gemütlicher Abend werden. Das ist uns sicherlich gelungen“, sagte erfreut Arno Fecht, der zusammen mit seiner Frau Sandra Pfeiffer-Fecht „Aurich rockt in den Mai“ geplant und veranstaltet hat, im Gespräch mit den ON am Morgen danach.
Kräftig die Werbetrommel gerührt
Sie hätten aber auch seit Wochen ordentlich die Werbetrommel gerührt und dabei natürlich die Maibaumfeiern im Hinterkopf gehabt. Ihnen sei klar gewesen, dass die Ostfriesen ihre Maifeiern lieben und erst einmal dort hingehen würden. Diese Konkurrenz habe sie zwar nicht gestört und davon abgehalten, aber dennoch den nötigen Respekt abverlangt.
Mit Blick darauf, seien sie, so Fecht, letztlich von der Resonanz am Sonnabendabend positiv überrascht worden. Den 30. April hätten sie für ihre Veranstaltung wählen müssen, weil bis auf weiteres jedes Wochenende etwas Großes in der nächsten Zeit ansteht. Letztlich sei ihr Risiko jedoch belohnt worden. Und auch die Gäste und Kneipenbesitzer waren mehr als zufrieden. „Ich finde „Aurich rockt in den Mai“ eine ganz tolle Idee, einfach hervorragend. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Veranstaltung früher begonnen hätte; 21 Uhr ist mir persönlich zu spät“, meinte die Auricherin Sonja Lamb im „Hafen5“.
„Die Menschen wollen wieder feiern“
Begeistert waren auch Jochen Wessels, seine Ehefrau Andrea und das befreundete Ehepaar Johanne und Frank Siemens, die den Abend in der Gaststätte „Zur Ewigen Lampe“ genossen.
„Eine überragende Sache. Die Menschen wollen wieder feiern. Für Aurich ist das genau richtig“, sagte Wessels. Die gleiche Meinung vertrat Peter Specken im „Hirsch“, der dort von der Theke aus bei einem Glas Bier das Beste aus 70 Jahren Musikgeschichte, vorgetragen von Thomas Kümper, verfolgte.
Während es in einigen Kneipen wie „Zur Ewigen Lampe“, „Pinte“ oder „Hirsch“ immer voll war, ließ der Zuspruch in der „Stadtperle“ trotz guter Tanzmusik der „Kowalskys“ doch etwas zu wünschen übrig. Das sei ein wenig schade, so Fecht. Ob es eine Neuauflage gibt, weiß er jetzt noch nicht. „Ich bin in Aurich dafür bekannt, dass ich mich immer gerne für unsere Gastronomieszene einsetze. Ich lasse mir bestimmt hier und da noch etwas einfallen. Mit irgendetwas Tollem werde ich sicherlich eines Tages um die Ecke kommen“, kündigte Fecht an.