Ihlow
Ein Schritt in Richtung Normalität
Das Sand- und Waterwerk in Simonswolde öffnet wieder regelmäßig für Familiensonntage. Der Verein hat dabei auch eine neue Zielgruppe im Blick.
Ihlow - Nach zwei Jahren Corona-Pause soll im Sand- und Waterwerk in Simonswolde wieder Normalität einkehren. Am Sonntag, 1. Mai, starten wieder die regelmäßigen Familiensonntage. An jedem ersten Sonntag im Monat ist das Gelände und das Café wieder von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der letzte Familiensonntag findet am 2.Oktober statt. Ab Mitte Mai reisen zudem wieder Kindergartengruppen und Schulklassen für Tagesflüge oder Übernachtungen an. „Die Buchungslage ist gut, aber wir haben auch noch freie Termine“, meint die Vereinsvorsitzende Erika Bongers.
Großveranstaltungen sind derzeit aber noch nicht wieder in Planung. Der traditionelle „Basar mitten im Jahr“ sowie die Gartenpartie werden in diesem Jahr nicht stattfinden, kündigte Bongers an. „Das können wir derzeit personell nicht stemmen“, erklärt sie. Nicht immer ist es möglich, dass alle Vereinsmitglieder zusammenkommen können. Die Vorbereitungszeit, um noch eine Großveranstaltung im Sommer auf die Beine zu stellen, sei zu kurz. „Wir versuchen aber, den Hüttenzauber im Winter durchzuführen“, so Bongers. Diese Veranstaltung war auch die einzige, die im letzten Jahr stattfinden konnte. „Ansonsten hatten wir kleinere Gruppen da“, erinnert sich die Vereinsvorsitzende.
Geflüchtete sind herzlich eingeladen
Zu den kostenlosen Veranstaltungen im Sand- und Waterwerk sind auch Geflüchtete herzlich eingeladen. Auf dem Gelände fand bereits ein Begrüßungscafé statt, an dem viele Ukrainer mit ihren Gastfamilien oder ehrenamtlichen Paten teilnahmen. Daneben wurde auch eine Ostereier-Malaktion angeboten. Hier nahmen ebenfalls viele Ukrainer teil. Während die Kinder auf dem Gelände spielen, hatten die Mütter dabei etwas Zeit für sich. „Die Kinder waren erst schüchtern, das hat sich dann aber schnell geändert“, erinnert sich Bongers, „das motiviert uns auch, weiterzumachen.“ „Es war natürlich auch traurig“, ergänzt die zweite Kassenwartin Heike Post mit Blick auf die einzelnen Schicksale der Geflüchteten. Das Sand- und Waterwerk möchte den Geflüchteten, egal aus welchem Land, einen Erholungsort bieten.
Die Mitarbeiter des Sand- und Waterwerks sind seit März mit den Vorbereitungen für die neue Saison beschäftigt. Neben der Pflege der Pflanzen müssen auch die Spielgeräte der Kinder wieder hergerichtet werden. Ein Steg muss zudem erneuert werden, wie Bongers berichtet. Insgesamt seien es aber nur kleinere Arbeiten, die derzeit anstehen, so die Vereinsvorsitzende.