Ihlow
Trotz Neubau fehlen noch Krippenplätze
Die Gemeinde Ihlow schafft in diesem Jahr 30 neue Krippenplätze. Doch das reicht nicht – es gibt auch weiterhin zu wenige Plätze.
Ihlow - In der Gemeinde Ihlow gibt es zu wenig Krippenplätze. Das zeigen die aktuellen Anmeldezahlen, die am Dienstag im Ihlower Sozialausschuss vorgestellt wurden. Insgesamt fehlen 16 Plätze. Besser sieht es im Bereich der Kindergärten aus: Hier sind in der gesamten Gemeinde acht Plätze frei. Sylvia Ihnken von der Gemeinde erklärt aber, dass sich die Zahlen noch einmal ändern können. Denn bis Freitag läuft noch die Abgabefrist für die Anmeldeunterlagen. Wer nicht alles rechtzeitig abgibt, verliert seinen Anspruch auf den Platz. Nach der Erfahrung der Gemeinde gehen die Anmeldezahlen so noch etwas zurück.
Die Gemeinde rechnet aber damit, dass nicht alle Eltern einen Krippenplatz bekommen können. Laut Bürgermeister Arno Ulrichs sollen dann Gespräche mit den betroffenen Eltern geführt und Lösungen gefunden werden, wie zum Beispiel die Betreuung durch Tageseltern. Neben dem Mangel an Plätzen muss sich die Gemeinde aber auch mit einem weiteren Problem beschäftigen. In diesem Jahr gibt es laut Ihnken besonders viele Kinder unter zwei Jahren, die für die Krippe angemeldet werden. Besteht eine Krippengruppe überwiegend aus Kindern unter zwei Jahren, muss die Gruppengröße insgesamt reduziert werden. Das sei aktuell in Weene der Fall. Drei Plätze können dort aufgrund der Altersstruktur der Kinder erst später belegt werden.
Vorgaben des Landkreises werden erfüllt
Nach den Vorgaben des Landkreises reichen die Kita-Plätze in der Gemeinde derzeit aus. Die Versorgungsrate im Krippenbereich liegt laut Holger Saathoff, Leiter des Fachbereichs III bei der Gemeinde Ihlow, bei 55 Prozent. Damit werde die Mindestrate von 34 Prozent deutlich überschritten. Im Kindergartenbereich kommt die Gemeinde Ihlow sogar auf eine Versorgungsrate von etwa 102 Prozent.
Um den Bedarf an Krippenplätzen in der Gemeinde zu decken, sind bereits einige Projekte in Planung. Für die Erweiterung der Kita in Riepe wurde bereits der Bauantrag gestellt, berichtete Bürgermeister Arno Ulrichs im Sozialausschuss. Er hofft auf einen Baustart noch in diesem Jahr. In Westerende hat die Gemeinde eine Fläche neben der Grundschule für einen Neubau im Blick. Ulrichs rechnet mit einem Ergebnis der Verhandlungen im Sommer. Die Gemeinde plant außerdem, die Kita in Simonswolde auf dem bestehenden Grundstück neu zu bauen. „Auch die kleinen Standorte sind wichtig“, betonte Ulrichs, „noch haben wir es als Träger in der Hand. Ob das unter der Trägerschaft des Landkreises auch so ist, ist offen.“ Die Gemeinde Ihlow habe deshalb ein großes Interesse daran, die geplante Übernahme des Landkreises zu verhindern.
Der Ihlower Sozialausschuss beschloss am Dienstag außerdem eine neue Verordnung über die Benutzung der Kindertagesstätten sowie eine neue Gebührensatzung. „Damit haben wir eine bessere Rechtssicherheit“, erklärte Sylvia Ihnken mit Blick auf die mittlerweile geänderte Gesetzeslage. Durch die neue Satzung ist es zudem möglich, Nachmittagsgruppen anzubieten. Diese werden mit Gebühren über monatlich fünf Euro je halbe Stunde Betreuung berechnet. Bei der Höhe der Gebühren habe sich die Gemeinde dabei an den Kindergartengebühren orientiert, die Eltern bis 2018 zahlen mussten. Die Gebühren für das bestehende Betreuungsangebot bleiben dabei gleich, betonte Ihnken.