Brookmerland
Geld für neuen Sportplatz abrufbereit in Berlin
Der Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff hat an diesem Freitag den Zuwendungsbescheid über 2,5 Millionen Euro für die geplante zentrale Sportstätte in Marienhafe überreicht. „Das Projekt und die Förderung standen auf der Kippe“, so Saathoff.
Marienhafe Das Geld für die geplante zentrale Sportstätte am Tjücher Moortun in Marienhafe liegt abrufbereit in Berlin: Der Bund fördert das politisch nach wie vor umstrittene Projekt bekanntlich mit rund 2,5 Millionen Euro.
Am Freitag überreichte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Johann Saathoff in Marienhafe einen Zuwendungsbescheid über exakt 2.485.117 Euro an Brookmerlands Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (SPD), dessen Stellvertreter und Bauamtsleiter Jochen Behrends sowie den zuständigen Sachbearbeiter Markus Schwarz.
Europaweite Ausschreibung
Damit könnten nun weitere Schritte vorbereitet werden, erklärte Saathoff. Wie berichtet, liegt der Bebauungsplan seit dieser Woche öffentlich aus. Als nächstes solle die Planung europaweit ausgeschrieben werden, kündigte Schwarz an. Bis Ende 2025 solle und müsse die aus zwei Naturrasenplätzen, einem Kunstrasenplatz und Leichtathletikanlagen bestehende sieben Hektar große Sportstätte nördlich des Baggersees fertig sein. Die Gesamtkosten bezifferte Schwarz auf 5,5 Millionen Euro, den Eigenanteil der Samtgemeinde auf rund drei Millionen Euro, die unter anderem mit dem Verkauf des alten Sportzentrums in Upgant-Schott als Bauland gegenfinanziert werden sollen.
Gegner des Neubaus favorisieren nach wie vor eine Sanierung der bestehenden Anlagen, was aus Sicht der Verwaltung aber mehr Geld koste. Die eindeutig wirtschaftlichere Lösung sei der ebenso förderfähige Neubau in Marienhafe, betonten Ihmels und Behrends. Ihre Wirtschaftlichkeitsberechnung belege das und sei von Fachleuten des geldgebenden Ministeriums in Berlin und dem Projektträger in Jülich bestätigt worden, hieß es.
Unnötig gebremst
Die politischen Diskussionen hätten das Projekt unnötig gebremst und gefährdet. „Das Projekt und die Förderung standen auf der Kippe“, sagte Saathoff. Umso erfreuter sei man, dass inzwischen wieder eine Mehrheit hinter dem Projekt stehe und es nun weitergehen könne. Er sei froh über den Bescheid. Damit könne nun eine der modernsten Sportanlagen in Ostfriesland im Brookmerland entstehen, so Ihmels.
Bis diese fertiggestellt sein wird, sollen die Altanlagen nutzbar gemacht werden, versprachen die Verwaltungsvertreter. „Wir halten sie in Schuss“, sagte Behrends. Zwar seien in Upgant-Schott keine „Wettkämpfe auf höherem Niveau“, dafür aber Schul- und Breitensport möglich. Die Laufbahn, die Sprunggrube und die Kugelstoßanlage sollen auch für die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens genutzt werden können.