Berlin

Preise für Haushaltsenergie steigen weiter deutlich

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 19.04.2022 14:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die durch Russlands Ukraine-Krieg ausgelösten Unsicherheiten auf den Energiemärkten tragen zum Preisanstieg bei. Foto: dpa (Archiv)
Die durch Russlands Ukraine-Krieg ausgelösten Unsicherheiten auf den Energiemärkten tragen zum Preisanstieg bei. Foto: dpa (Archiv)
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Der sprunghafte Preisanstieg bei Strom, Gas, Heizöl und die Fernwärme setzt sich fort. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Die Kosten für Mieten und Wohnungsnebenkosten steigen kontinuierlich, jedoch relativ gemäßigt. Der starke Anstieg bei den Kosten für Haushaltsenergie setzt sich jedoch fort. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts, die das Datenportal Statista in einer Grafik aufbereitet hat.

Demnach hat der entsprechende Index deutlich zugelegt und liegt im März 2022 bei 139,4 Punkten - und damit um 35 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In der Position Haushaltsenergie werden sämtliche Energieträger zusammengefasst, die die Privathaushalte zum Kochen, Heizen, für die Beleuchtung oder den Betrieb von Haushaltsgeräten benötigen. Den größten Anteil haben dabei Strom, Gas, Heizöl und die Fernwärme.

Die Unsicherheiten auf den Energiemärkten und die angespannte Versorgungslage mit Erdgas vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine hätten laut Statista zu den hohen Energiepreissteigerungen beigetragen.

2020 waren die Preise noch deutlich eingebrochen, was laut der Plattform unter anderem am Rückgang des Ölpreises lag. Mittlerweile haben Öl- und Heizölpreise das Vor-Corona-Niveau deutlich überschritten. Allerdings stehen Ölkonzerne und Raffinerien aktuell unter Verdacht, Verbraucherpreise bewusst hoch zu halten. Das Kartellamt hat eine Untersuchung des Sektors angekündigt.

Die Verbraucherpreise für Wohnungsnebenkosten lagen im Februar 2022 um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Sie beinhalten die Wasserver- und -entsorgung, Müllabfuhr und weitere Aufwendungen, die der Vermieter auf den Mieter umlegen kann. Dazu gehören unter anderem die Kosten für Grundsteuer, Gartenpflege, Gebäudereinigung, Wartung von Aufzügen oder Schornsteinfeger.

Auch die Mieten steigen: Beim Index der Nettokaltmieten ist seit Anfang 2019 ein nahezu konstanter Aufwärtstrend zu beobachten. Im Februar lag der Wert bei 109,8 Punkten. Das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings gilt der Immobilienmarkt als träge, sodass Veränderungen und Entwicklungen oft erst Monate oder Jahre später dort ankommen.

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