Ermittlungen
Hakenkreuz-Schmiererei an Langholter Schule
An der Grundschule Langholt hat ein Unbekannter mit Hakenkreuzen und anderen Symbolen die Wände beschmiert. Nun ermittelt der Staatsschutz – auch, wenn beim Malen ein inhaltlicher Fehler gemacht wurde.
Langholt - „Das ist schon irre. So viele Schmierereien hatten wir noch nicht an einer unserer Schulen“, ärgert sich Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller. Unbekannte haben an der Grundschule in Langholt etliche Mauern und Fenster mit Farbe beschmiert. Sie malten unter anderem Geschlechtsteile und Hakenkreuze, letztere allerdings falsch herum. Der Fall wurde zur Anzeige gebracht, sagt Müller.
Das bestätigt auch Polizeisprecherin Svenia Temmen: „Die Farbschmierereien an der Grundschule in Langholt, bei welcher auch umgedrehte Hakenkreuze gesprüht wurden, wurden zur Anzeige gebracht“, schreibt sie auf Anfrage. Dass der Unbekannte die Hakenkreuze falsch herum gemalt hat, schützt ihn vor einer Verfolgung durch den Staatsschutz nicht, so Temmen weiter: „Auch wenn die Hakenkreuze ,verdreht‘ abgebildet wurden, gelten sie als verfassungswidriges Zeichen.“
Aufwändig zu entfernen
Anfang des Jahres war bereits ein Hakenkreuz auf einen Bürgersteig in Rhaudermoor gemalt worden. Auch damals ermittelte der Staatsschutz. Ein Sprecher betonte seinerzeit, dass es keine Anhaltspunkte für größere rechtsradikale Strukturen in Rhauderfehn gebe.
Laut Temmen wurden in diesem Jahr bereits drei Fälle des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen im Oberledingerland registriert. Welche Symbole verwendet wurden, könne sie nicht sagen.
Für die Gemeinde Rhauderfehn bedeuten die Schmierereien viel Arbeit, ärgert sich Bürgermeister Geert Müller. Einen Teil davon habe ein Maler, der in dem Gebäude während der Ferien einige Klassenräume streicht, erledigt. Allerdings würde für einen großen Teil ein Spezialwerkzeug vom Bauhof benötigt, so der Verwaltungschef weiter. Ausgerechnet jetzt sei aber das Heißwassergerät in Reparatur. Ziel sei es, die Schmierereien bis zum ersten Schultag nach den Osterferien zu entfernen.