Hamburg

Luxusyacht „Solandge“ hat den Hamburger Hafen verlassen

Markus Lorenz
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Von Markus Lorenz
| 13.04.2022 12:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Luxusyacht „Solandge“ hat am Mittwochmorgen den Hamburger Hafen auf der Elbe in Richtung Nordsee verlassen. Foto: Blaulicht-News
Die Luxusyacht „Solandge“ hat am Mittwochmorgen den Hamburger Hafen auf der Elbe in Richtung Nordsee verlassen. Foto: Blaulicht-News
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Viele hätten dieses Schiff gern weiter an der Kette gesehen. Doch weil nicht zu beweisen ist, dass die „Solandge“ einem Oligarchen gehört, musste Hamburg sie auslaufen lassen.

Und weg ist sie: Die Luxusyacht „Solandge“ hat den Hamburger Hafen am Mittwochmorgen mit unbekanntem Ziel verlassen. Zuvor hatten die Behörden wochenlang untersucht, ob das Schiff dem russischen Oligarchen Suleyman Kerimov gehört und damit unter die EU-Sanktionen fällt.

Allerdings ergaben die Prüfungen von Bundeskriminalamt, Wirtschaftsministerium und Zoll, dass die „Solange“ dem Milliardär Kerimov nicht sicher zugeordnet werden kann und damit auslaufen darf.

Angeblich hat der Magnat und Putin-Vertraute die 85 Meter lange Yacht mittlerweile an einen Vertreter des saudischen Königshauses weitergereicht.

Das Schiff war in den vergangenen Monaten in der Werft Blohm + Voss gewartet worden. Unbestätigten Berichten zufolge könnte die „Solandge“ sich nun auf dem Weg Richtung Gibraltar befinden.

Nach dem Abschied der „Solandge“ stehen im Hamburger Hafen aktuell noch zwei Luxusyachten unter besonderer Beobachtung. Die 156 Meter lange „Dilbar“ gehört nach neuesten Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes Dulbahor Ismailova.

Da die Schwester des Oligarchen Alisher Usmanow inzwischen auf der Sanktionsliste geführt wird, darf die mit mehr als 500 Millionen Euro angeblich teuerste Yacht der Welt Hamburg bis auf Weiteres nicht verlassen.

Gleiches gilt wohl für die „Luna“, deren Eigner Farkhad Akhmedow eine Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin zugeschrieben wird. Auf einer Sanktionsliste steht der Geschäftsmann aus Aserbaidschan aber noch nicht.

Die Bemühungen darum, ein Auslaufverbot für die geschätzt 400 Millionen Euro schwere „Luna“ zu verfügen, scheinen noch nicht abgeschlossen zu sein. Wie die „Dilbar“ liegt auch die „Luna“ derzeit bei Blohm + Voss auf Dock.

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