Aurich

Auricher kaufen weiter gern im Geschäft

| | 08.04.2022 07:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Corona-Krise hat das Kaufverhalten der Auricher wenig beeinflusst. Viele kaufen weiter gern im stationären Handel ein. Foto: DPA
Die Corona-Krise hat das Kaufverhalten der Auricher wenig beeinflusst. Viele kaufen weiter gern im stationären Handel ein. Foto: DPA
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Für Auricher Geschäfte bleibt der stationäre Handel das wichtigste Standbein. Der Online-Handel hat für einige aber positive Effekte.

Aurich - Ein paar Klicks und wenige Tage später sind die Produkte zuhause: Der Online-Handel gehört für viele Menschen zum Alltag. Während die stationären Geschäfte in der Corona-Pandemie zeitweise schließen mussten, war das Bestellen im Internet jederzeit möglich. Auch einige Auricher Unternehmen haben mittlerweile einen Online-Shop. Eine große Veränderung beim Kaufverhalten der Kunden durch die Pandemie haben die Händler bisher aber nicht gespürt.

„Bei uns wird eher im Laden gekauft“, sagt zum Beispiel Bettina Rademaker, Inhaberin des Geschäfts „Wohnkooje“ in der Auricher Innenstadt. Sie führt zwar auch einen Online-Shop, dort werde aber eher selten etwas gekauft. Rademaker hat eine gegensätzliche Entwicklung zum Online-Trend in Aurich beobachtet: „Vor Ort einzukaufen ist wichtig für die Leute. Es hat sich da ein Bewusstsein entwickelt.“

Stationärer Handel bleibt wichtig

Auch das Auricher Mode- und Möbelhaus Rudnick führt einen Online-Shop, der besonders während der Lockdowns genutzt wurde. „Jetzt geht das Kaufverhalten aber wieder in Richtung vor Corona“, meint Geschäftsführer Ludwig Rudnick. Aktuell werde sogar in die Modernisierung des Modehauses investiert, um das Einkaufen im Geschäft noch attraktiver zu machen. „Der stationäre Handel ist für uns am wichtigsten“, so Rudnick. Das gelte für alle Geschäftsbereiche des Unternehmens, egal ob Mode, Möbel oder Babyausstattung.

Helmut Aden, Inhaber des Großefehntjer Geschäfts „Schmöker-Ecke“, hat seinen Online-Shop während der Pandemie ausgeweitet. Für ihn sind beide Verkaufswege wichtig. „Das ergänzt sich gut“, sagt er. Viele Kunden würden sich online schon einmal einen Überblick über die Produkte verschaffen, diese dann aber im Laden kaufen. Auch das Konzept „Klick & Collect“ funktioniere gut. Dabei reservieren die Kunden online Ware, die dann im Geschäft bezahlt und abgeholt wird.

Besonders beim Produkt Wolle, auf das sich die „Schmöker-Ecke“ unter anderem spezialisiert hat, sei das Einkaufserlebnis abseits der digitalen Welt aber wichtig. „Wolle ist etwas, was man anfassen möchte“, so Aden. Auch die Beratung dazu sei wichtig. „Eine Chatberatung könnte das nicht ersetzen“, ist Aden überzeugt.

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