Hamburg

Wohnkosten: Haushaltsenergie wird deutlich teurer 

Carl Lando Derouaux
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Von Carl Lando Derouaux
| 06.04.2022 12:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Preise für Haushaltsenergie sind jüngst stark gestiegen. Foto: dpa | Marijan Murat
Die Preise für Haushaltsenergie sind jüngst stark gestiegen. Foto: dpa | Marijan Murat
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Die laufenden Kosten für Strom und Heizen steigen stark an: Eine Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Wohnkosten in den letzten Jahren.

Steigende Mieten, hohe Nebenkosten: Wohnen wird teurer und mit dem Krieg in der Ukraine verschärft sich die Lage noch einmal. Das Daten-Portal Statista veranschaulicht die relevanten Indizes des Statistischen Bundesamtes in einer Grafik.

Demnach hat sich der Index für Haushaltsenergiekosten seit Ende letzten Jahres deutlich nach oben entwickelt: Wie die Grafik zeigt, stieg der Graph für die Haushaltsenergie zuletzt stark an, er verzeichnete im Februar diesen Jahres einen Wert von 123,6 Punkten. Im Vergleich zum Niveau des Vorjahresmonats ist das ein Anstieg von 21 Prozent.

Zu den hohen Energiepreissteigerungen haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Unsicherheiten auf den Energiemärkten beigetragen, die vor und seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine entstanden.

Unter dem Index werden alle Energieträger gefasst, die Privathaushalte benötigen: Also Strom, Gas, Heizöl und Fernwärme zum Kochen, Heizen, für die Beleuchtung oder für Geräte in den Haushalten.

Wie die Grafik zeigt, sind 2020 die Preise für Haushaltsenergie eingebrochen. Grund dafür war demnach unter anderem ein Rückgang des Ölpreises. Zurzeit sind die Preise für Rohstoffe allerdings so hoch wie seit Langem nicht mehr.

Der Index für die Nettokaltmieten stieg in den vergangenen drei Jahren ebenfalls stetig an. Zuletzt verzeichnete der Index einen Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber dem Niveau des Vorjahresmonats. Derzeit steht der Wert bei 109,5 Punkten.

Allerdings sei es zu beachten, dass der Immobilienmarkt als träge gelte und es Monate oder Jahre dauern könnte, bis sich Entwicklungen und Veränderungen in dem Index abzeichneten.

Die Wohnungsnebenkosten beinhalten Kosten, die der Vermieter auf den Mieter umwälzen kann: Neben den Kosten für die Wasserversorgung werden darunter auch die von Grundsteuern, Gartenpflege und Gebäudereinigung, aber auch Wartungsarbeiten wie Schornsteinfegen gefasst.

Wie die Grafik zeigt, lag der Index für die Wohnnebenkosten im Februar diesen Jahres bei 110,5 Punkten. Das sind demnach 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

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