Aurich
Grünes Licht für Mobilfunkmessung per Müllabfuhr
Im Auricher Kreistag gab es am Donnerstag grünes Licht für die geplante Mobilfunkmessung durch Müllwagen. Auch zwei weitere Anträge wurden beschlossen – andere erhielten eine klare Absage.
Aurich - Eine Idee aus dem Landkreis Coesfeld wird nun auch in Aurich umgesetzt: Die Müllwagen im Landkreis werden mit Geräten ausgestattet, die Funklöcher aufspüren. Die Mietung von zwei Geräten und eine Auswertung der Ergebnisse kostet dabei nach Schätzungen des Landkreises 15.000 bis 20.000 Euro. Das Konzept kam beim Kreistag gut an: Es wurde einstimmig beschlossen.
Vor der Solaranlage auf Kreishaus-Dach kommt die Sanierung
Auricher Kreistag: Viel Einigkeit und ein bisschen Ärger
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde ein Antrag über die Erhöhung des Haushaltsansatzes für die langfristige Sicherstellung der Ärzteversorgung. Statt 60.000 Euro stehen nun 100.000 Euro in Form von Stipendien für Medizin-Studenten bereit, die sich für eine spätere Tätigkeit im Landkreis Aurich verpflichten. Gestellt wurde der Antrag von der Freien Wählergemeinschaft Landkreis Aurich.
Grüne waren nur mit einem Antrag erfolgreich
Weiter stimmten auch alle Kreistagsmitglieder für einen Antrag der Grünen. Dabei ging es um die Übertragung von Mitteln aus dem Kulturfond in das aktuelle Haushaltsjahr. Da im letzten Jahr coronabedingt nur 7000 Euro der zur Verfügung stehenden 30.000 Euro abgerufen wurden, stehen noch Gelder zur Verfügung. Die Grünen beantragten in diesem Zusammenhang auch, die Antragsfrist von 12 auf sechs Monate zu reduzieren, um den Einrichtungen und Vereinen mehr Flexibilität zu ermöglichen.
Abgelehnt hingegen wurde der Antrag der Grünen, Erlöse der landkreiseigenen Windkraftanlagen für sozialen Wohnungsbau sowie Solaranlagen einzusetzen. Auch mit der Forderung einer Kostenbedarfsplanung für die energetische Sanierung der Außenfassade des Kreishauses waren die Grünen nicht erfolgreich. Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag für eine neue Satzung sowie eine Sonderzahlung für Tageseltern im Landkreis. Dieser hatte bereits im Finanzausschuss eine Absage erhalten: Der Großteil der Mitglieder wolle erst eine Auswertung des Landkreises abwarten, bevor Anpassungen erfolgen.