Osnabrück

Vom Azubi bis zum Ingenieur: So viel verdient man bei Krone in Spelle

Corinna Clara Röttker
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Von Corinna Clara Röttker
| 31.03.2022 14:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In der Maschinenfabrik von Krone in Spelle wird Technik für die Landwirtschaft hergestellt. Foto: Krone-Gruppe
In der Maschinenfabrik von Krone in Spelle wird Technik für die Landwirtschaft hergestellt. Foto: Krone-Gruppe
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Beim Nutzfahrzeug- und Landtechnikhersteller Krone bekommen Mitarbeiter neben den üblichen Zulagen mehrere Sonderzahlungen. Doch wer viel verdienen will, braucht vor allem eine gute Qualifikation.

Beim Nutzfahrzeug- und Landtechnikhersteller Krone laufen die Geschäfte gut: Das Familienunternehmen mit Stammsitz im emsländischen Spelle hat im vergangenen Geschäftsjahr 2020/2021 von einer gestiegenen Nachfrage profitiert, der Umsatz kletterte von 1,9 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden Euro. Der Exportanteil am Umsatz liegt bei 75 Prozent; 25 Prozent des Umsatzes wurde in Deutschland generiert.

Hierfür beschäftigt Krone weltweit über 5400 Mitarbeiter. Rund 2.200 davon sind in der Maschinenfabrik in Spelle tätig, einem der Hauptproduktionsstandorte der Krone-Gruppe, wo Technik für die Landwirtschaft hergestellt wird. Für die Mitarbeiter hier gilt der Tarifvertrag für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.

Ihr Monatsgehalt setzt sich demnach zusammen aus einem − dem Entgeltrahmen-Tarifvertrag entsprechenden − Grundentgelt sowie einer 10 prozentigen Leistungszulage.

Wie hoch das Monatsentgelt ausfällt, hängt von der jeweiligen Entgeltgruppe ab, der Krone-Mitarbeiter zugeordnet werden. Welcher Gruppe sie angehören, ist dabei abhängig von der ihnen übertragenen und auszuführenden Tätigkeit sowie den dafür erforderlichen Qualifikationen und Berufserfahrungen. Insgesamt gibt es zwölf unterschiedliche Entgeltgruppen, die wiederum in verschiedenen Stufen gestaffelt sind.

So beginnt beispielsweise jeder neue Mitarbeiter in der sogenannten Eingangsstufe und gelangt dann nach einem Jahr automatisch in die nächst höhere Hauptstufe, womit entsprechend auch ein höheres Entgelt verbunden ist. Für Auszubildende gibt es zwischen 1000 Euro im ersten und 1.218 Euro im vierten Ausbildungsjahr.

Beschäftigte, die der niedrigsten Entgeltgruppe 1 angehören, üben Tätigkeiten aus, für die einfache Arbeits- und/oder Materialkenntnisse oder Geschicklichkeit erforderlich sind. Eine Berufsausbildung bedarf es hierfür nicht. Ihr Verdienst liegt bei einer 35-Stunden-Woche inklusive der 10 prozentigen Leistungszulage bei 2.681 Euro bis 2.723 Euro im Monat.

Die Entgeltgruppe 3 umfasst hingegen Tätigkeiten, für die es Facharbeiter mit einer zweijährigen Berufsausbildung bedarf. Dieser Gruppe gehören beispielsweise Teilezurichter oder Bürokaufleute an, die monatlich inklusive des 10 prozentigen Leistungszuschlages zwischen 2.849 und 3.106 Euro verdienen.

In der Entgeltgruppe 4 finden sich Arbeitnehmer wieder, denen eine Tätigkeit obliegt, für die sie eine abgeschlossene mindestens dreijährige Berufsausbildung benötigen. Hierzu zählen etwa Industriekaufleute. Ihr Monatsentgelt beträgt bei einer 35-Stunden-Woche inklusive des Leistungszuschlages zwischen 3.106 und 3.539 Euro.

Tätigkeiten, die ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium verlangen oder einen Bachelor ohne Berufserfahrung, gehören bereits der Entgeltgruppe 10 an und werden bei Krone monatlich inklusive zehnprozentigem Leistungszuschlag mit 4.780 Euro bis 5.116 Euro entlohnt.

Demgegenüber haben Mitarbeiter, die sich in der höchsten Entgeltgruppe 12 wiederfinden, Tätigkeiten mit schwierigeren Aufgaben − mitunter in angrenzenden Arbeitsgebieten − inne. Diese haben sie selbstständig und überwiegend eigenverantwortlich zu erledigen. Für diese Tätigkeiten wird bei Krone eine abgeschlossene Universitätsausbildung verlangt sowie mehrjährige Berufserfahrung. Dafür ist auch das Monatsentgelt entsprechend hoch: Beschäftigte verdienen inklusive der 10 prozentigen Leistungszulage zwischen 5.718 Euro und 6.449 Euro.

Zum Gehalt gibt es zudem weitere Zuschläge, etwa für Nachtarbeit (20 Prozent) oder Arbeit an Sonn- und Feiertagen (zwischen 50 und 150 Prozent). Auch erhalten Krone-Mitarbeiter Urlaubsgeld (circa 69 Prozent eines Monatsverdientes) sowie Weihnachtsgeld, das je nach Betriebszugehörigkeit zwischen 27,5 und 57,5 Prozent eines Monatsentgeltes umfasst. Einmal im Jahr bekommen Beschäftigte darüber hinaus jeweils im Februar ein sogenanntes Transformationsgeld in Höhe von 18,4 Prozent des Monatsverdienstes. Des Weiteren gibt es jeweils im Juli ein tarifliches Zusatzgeld A (27,5 Prozent des Monatsverdienstes) und ein tarifliches Zusatzgeld B. Letzteres beträgt 384,25 Euro.

Ferner kann sich ein Mitarbeiter den Unternehmensangaben zufolge für besondere Leistungen Prämien verdienen, beispielsweise durch Verbesserungsvorschläge oder Teilnahme an betrieblichen Gesundheitsaktionen. Wie hoch diese sind, wurde allerdings nicht kommuniziert.

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