Norden

Baustart für ein Millionenprojekt

| | 28.03.2022 11:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Jetzt geht es auf dem Gelände der Grundschule „Im Spiet“ los: Der Bau der neuen Mensa startet. Foto: Rebecca Kresse
Jetzt geht es auf dem Gelände der Grundschule „Im Spiet“ los: Der Bau der neuen Mensa startet. Foto: Rebecca Kresse
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Vor zwei Jahren hat der Rat Norden das Okay für den Neubau einer Mensa an der Grundschule „Im Spiet“ gegeben. Am Montag starteten die Bauarbeiten. Die Mensa ist nicht die einzige Änderung.

Norden - Lange wurde sie geplant, jetzt geht der Bau der neuen Mensa an der Grundschule „Im Spiet“ in Norden endlich los. Ein Millionenprojekt, das noch in diesem Jahr fertiggestellt sein soll, wie die Stadtverwaltung Norden auf Anfrage mitteilte. Das wird angesichts der Lieferengpässe im Baugewerbe auch für die ausführende Firma „Ludwig Bold“ eine Herausforderung.

So soll die neue Mensa in der Grundschule „Im Spiet“ von innen aussehen. Visualisierung: Kremer und Kremer Architektur GmbH
So soll die neue Mensa in der Grundschule „Im Spiet“ von innen aussehen. Visualisierung: Kremer und Kremer Architektur GmbH

Je nach benötigtem Material können von den Großhändlern zum Teil keine verbindlichen Liefertermine mehr benannt werden, teilte Birgit Goldhammer, Leiterin des Fachdienstes Zentrale Gebäudewirtschaft in Norden, mit. Durch eine vorausschauende Planung und frühzeitige Materialbeschaffung sollen die Folgen dieser Problemlage durch die beauftragten Fachfirmen minimiert werden. „In Einzelfällen werden gemeinsam mit den beauftragten Firmen Lösungen erarbeitet, um einen möglichst reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten“, so Goldhammer.

Bauunternehmen konnte Baustoffe frühzeitig sichern

Frank Ackermann, Bauleiter Hochbau bei „Ludwig Bold“, geht ebenfalls davon aus, den Zeitplan für seine Gewerke einhalten zu können. „Für die Rohbauarbeiten spricht nichts dagegen“, sagte Ackermann. Wie es beim Innenausbau und der technischen Ausstattung der Küche aussieht, fällt nicht in seinen Bereich. Dabei kommt dem Unternehmen die lange Dauer von Planung bis Baubeginn zu Gute. Denn auch die Firma Bold ist von der Baustoffknappheit betroffen. Am schwierigsten sei es immer noch bei Dämmstoffen, Dachziegeln und Verblender. Die konnte das Bauunternehmen aber bereits im vergangenen Jahr für die Baustelle sichern, sagte Ackermann.

Insgesamt sind die Projektkosten inklusive der Ausstattung mit 1,34 Millionen Euro veranschlagt. Bisher geht die Stadtverwaltung davon aus, diesen Kostenrahmen auch einhalten zu können. Über das Kommunalinvestitionsprogramm II (KIP) sind Fördermittel von 481.000 Euro eingeplant. Darüber hinaus liegt eine Bewilligung nach den Bestimmungen des Programms „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ für Kommunen in Höhe von bis 128.000 Euro vor, so Goldhammer.

Mensa bietet Platz für rund 160 Schüler

Der neue Speiseraum bietet die Möglichkeit für rund 150 bis 160 Sitzplätze. Geplant ist eine reine Ausgabeküche, das heißt, angeliefertes Essen wird vor Ort an die Schüler ausgeteilt, es wird nicht selbst gekocht. Wer der künftige Lieferant sein wird, ist bisher nicht bekannt. Beim Betreiber der Mensa des Ulrichs-Gymnasiums (UGN), Dirk Dicke, der in der Mensa täglich frisch kocht und auch Kitas und andere Einrichtungen mit seinem Essen beliefert, habe die Stadt bisher nicht angefragt, sagte Dicke auf Anfrage. Zumindest praktisch wäre es, UGN und Grundschule „Im Spiet“ sind gerade einmal 400 Meter voneinander entfernt.

So haben die Architekten das neue Mensagebäude geplant. Visualisierung: Kremer und Kremer Architektur GmbH
So haben die Architekten das neue Mensagebäude geplant. Visualisierung: Kremer und Kremer Architektur GmbH

Der neue Mensabau ist die nicht einzige Umgestaltung, die auf die Grundschule „Im Spiet“ zukommt. Der Raum, der bisher als Mensa genutzt wurde, soll künftig im Rahmen des Raumprogramms von den Klassen genutzt werden können. Außerdem sollen die Räume 130 bis 132 zu einem Lehrerbereich mit Arbeits- und Besprechungsräumen mit Ruheraum umgebaut werden. Zudem soll ein Haupteingang mit Wartezone und Verwaltungsraum zwischen dem Verwaltungstrakt und dem neuen Mensagebäude entstehen. Auch der Schulhof soll im Zuge des Neubaus neu gestaltet werden, sowie eine Zufahrt für Rettungs- und Nutzfahrzeuge eingerichtet werden.

Die Grundschule „Im Spiet“ ist seit 2002 verlässliche Grundschule und seit 2008 offene Ganztagsgrundschule. Das Einzugsgebiet umfasst die Stadtteile westlich der Norddeicher Straße und des Burggrabens. Die Grundschule ist in vier Jahrgänge gegliedert, in jedem Jahrgang werden drei Klassen unterrichtet. Außerdem gibt es eine Vorklasse. Insgesamt besuchen etwa 300 Kinder die Schule. An der Grundschule unterrichten 20 Lehrkräfte, zwei Schulsozialarbeiter, sechs pädagogische Mitarbeiter und vier Mitarbeiter im Ganztagsbereich.

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