Marienhafe

Spendabel beim neuen Marienhafer Gemeindehaus

| | 25.03.2022 19:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mit dieser dem Gemeindebrief beigelegten Karte bat die Kirchengemeinde Marienhafe um Spenden für ihr umgebautes Gemeindehaus (im Hintergrund). Foto: Thomas Dirks
Mit dieser dem Gemeindebrief beigelegten Karte bat die Kirchengemeinde Marienhafe um Spenden für ihr umgebautes Gemeindehaus (im Hintergrund). Foto: Thomas Dirks
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Marienhafer sind spendabel beim neuen Marienhafer Gemeindehaus und gaben vergleichsweise viel Geld für Ausstattung. Darum hatte die Kirche auf originelle und sparsame Art gebeten.

Marienhafe – An das Bild vom „fliegenden Dach“ erinnern sich noch viele Marienhafer. Es machte Eindruck und transportierte die damit verbundene Botschaft wie gewünscht: Mit einer Postkarte, die dem „Brookmerländer Gemeindeblatt“, dem Mitteilungsorgan der lutherischen Kirchengemeinden im Brookmerland beigelegt war, bat die Kirchengemeinde Marienhafe im vergangenen September um finanzielle Unterstützung bei der Finanzierung der Inneneinrichtung ihres umgebauten und modernisierten Gemeindehauses. Mit Erfolg.

Im September 2020 stellten die Kirchenvorstandsmitglieder (von links) Gerhard Evers, Hildegard Barkhoff und Pastorin Katrin Krüger diePläne für den Umbau des Marienhafer Gemeindehauses vor. Foto: Thomas Dirks
Im September 2020 stellten die Kirchenvorstandsmitglieder (von links) Gerhard Evers, Hildegard Barkhoff und Pastorin Katrin Krüger diePläne für den Umbau des Marienhafer Gemeindehauses vor. Foto: Thomas Dirks

Die Resonanz war außergewöhnlich groß. Die Gemeindeglieder in Marienhafe und Upgant-Schott zeigten sich spendabel und gaben ihr Geld gerne. 2685 Euro an freiwilligem Ortskirchgeld seien zusammengekommen, teilte die Kirchengemeinde mit. „Wir sagen Danke im Namen aller, die das Gemeindehaus in den kommenden Jahren auf unterschiedliche Art und Weise nutzen werden“, so der Kirchenvorstand.

Mobiliar und Inventar

Verwendet werden soll das gespendete Geld für neues Mobiliar für die Kleiderkammer und weiteres Kücheninventar, wie Thermoskannen, Milchkännchen und Zuckerdosen. Wie Pastorin Katrin Krüger sagte, könne das eingegangene Ortskirchgeld in nahezu voller Höhe genutzt werden. Lediglich rund 100 Euro davon würden benötigt, um Kosten für die Postkarten-Aktion zu decken. Im Vergleich zu Vorjahren konnte dieser Betrag deutlich gesenkt werden. Indem die Postkarte dem von knapp 40 ehrenamtlichen Helfern verteilten Gemeindebrief beigelegt worden sei, seien weder Kosten für Porto noch für Überweisungsträger angefallen, die in der Vergangenheit mit Bittbriefen verschickt worden seien, erklärte Krüger.

Im März 2021 hängt der am Boden zusammengebaute Dachstuhl für den neuen Teil des Gemeindehauses in Marienhafe am Ausleger eines Autokrans. Foto: privat
Im März 2021 hängt der am Boden zusammengebaute Dachstuhl für den neuen Teil des Gemeindehauses in Marienhafe am Ausleger eines Autokrans. Foto: privat

„Das läppert sich“, sagte die Seelsorgerin. Die selbst gestaltete Postkarte sei eine „witzige und kostengünstige“ Alternative gewesen, so Krüger. Über weitere werde nachgedacht. So sei denkbar, künftig eine Seite im Gemeindebrief dem Spendenaufruf zu widmen. Die Druckkosten für das Heft fielen ohnehin an, hieß es.

Wie berichtet, kosteten Umgestaltung und Sanierung des Marienhafer Gemeindehauses rund eine Million Euro. Seit 2009 hatten sich die Kirchenverantwortlichen um eine Modernisierung bemüht. Im September 2020 gab der Landkreis Aurich grünes Licht für einen denkmalgerechten Umbau des Gebäudes. Die Arbeiten begannen Ende Januar 2021 mit dem Abriss alter Gebäudeteile und dauert rund neun Monate. Am Reformationstag (31. Oktober) waren die mit Zuschüssen der Landeskirche und des Kirchenkreises Norden neu gestalteten Räume eingeweiht worden.

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