Aurich
Zwei ungewisse Veranstaltungen und eine sichere Ausstellung
Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Unsicher ist daher, ob es ein Auricher Stadtfest geben wird. Kommen werden der Geranienmarkt und eine Großveranstaltung im nächsten Jahr.
Aurich - Beendet ist die Corona-Pandemie sicher noch lange nicht. Aber dennoch soll langsam wieder normales Leben in die Stadt einziehen. Aus diesem Grunde hat der Kaufmännische Verein nun offiziell den ersten verkaufsoffenen Sonntag für dieses Jahr beantragt. Am Sonntag, 8. Mai, soll der Geranienmarkt in Aurich stattfinden. Das teilt Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins, auf ON-Anfrage mit. Er habe sich bei dem Antrag eng mit dem Ordnungsamt der Stadt abgestimmt. Daher sei die Sonntagsöffnung für die Innenstadt inklusive des Einkaufszentrums „Caro“, nicht aber für die Gewerbegebiete beantragt worden. Denn es sei aussichtslos, bei der Gewerkschaft Verdi die Erlaubnis zu bekommen, auch in den Gewerbegebieten die Läden zu öffnen.
Unsicher ist auch, ob der „Caro“ beim Geranienmarkt die Türen öffnen darf. Denn beim Heidemarkt im vorigen Jahr hatte die Gewerkschaft sich quergestellt, das Einkaufszentrum blieb außen vor. Nun ein neuer Versuch mit einem neuen Angebot. Im Carolinengang, der Verbindung zwischen Burgstraße und „Caro“, wird es am 8. Mai einen Flohmarkt geben. „Damit wollen wir die Verbindung enger knüpfen“, so Hippen.
Achse zwischen Caro und Pferdemarkt soll betont werden
Eine Verbindung, die aus der Sicht der Kaufleute sowieso gegeben ist. „Der Weg vom Marktplatz bis zum Ende der Burgstraße ist länger als vom Marktplatz zum Caro“, sagt Hippen. Und noch aus einem anderen Grund müsse der Caro einbezogen werden. „Wir wollen die alte Achse zwischen „Caro“ und dem Pferdemarkt wieder herstellen.“ Noch werde am Pferdemarkt in der alten Kaufhalle gebaut. Sobald dort die Geschäfte öffnen, müssten die verkaufsoffenen Sonntage auch dort wieder gelten, so Hippen.
Eine Entscheidung über den Geranienmarkt ist noch nicht gefallen. Das gilt auch für das Auricher Stadtfest in diesem Jahr. Die ostfriesischen Schausteller rechnen fest damit, dass nach zwei Jahren Corona-Pause wieder in der Innenstadt gefeiert werden kann. Sie haben das Fest in ihren Marktkalender für dieses Jahr aufgenommen. Aurichs Bürgermeister Horst Feddermann mag sich jedoch noch nicht festlegen, wie er am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss sagte. Eine Entscheidung solle frühestens in der ersten Aprilwoche getroffen werden, wenn klar sei, wie die Landesregierung bei den Corona-Regeln weiter vorgehen will. Zu lange Vorlauf brauche die Stadt für das Fest nicht. Einige Vorgespräche würden auch schon laufen, so Feddermann.
Vier Tage Weser-Ems-Ausstellung 2023
Mehr Vorlauf benötigt offenbar das Veranstaltungsunternehmen Friedrich Haug Ausstellungen. Das nämlich will im kommenden Jahr wieder in Tannenhausen auf dem Mehrzweckgelände die Weser-Ems-Ausstellung (WEA) veranstalten. Wie schon 2019 wird es wieder eine auf vier Tage verkürzte Ausstellung werden, kündigte Johann Stromann für das Stadtmarketing an. Vom 18. bis 21. Mai 2023 werden Tausende Besucher auf dem Mehrzweckgelände erwartet. Laut Stromann wird die Firma Haug finanzieller Träger der WEA, die Stadt Aurich ist ideeller Träger. Die Stadt muss für ihren eigenen Stand aufkommen, dafür soll es aber auch Einnahmen geben. „Das wird ein Nullsummenspiel für die Stadt Aurich“, sagt Bürgermeister Horst Feddermann.
Vor vier Jahren kamen rund 35.000 Besucher auf das Mehrzweckgelände in Tannenhausen. Die Schau war damals bereits von ursprünglich zehn auf vier Tage verkürzt worden, weil die ausstellenden Händler ihre Stände nicht über eine so lange Zeit personell ausrüsten konnten. Dies galt umso mehr, als dass in der Woche die Zahl der Besucher relativ gering war.