Hannover
Gerhard Schröder muss von der politischen Bühne abtreten - und zwar sofort!
Gerhard Schröder hat eine weitere Chance verpasst, sich von Kriegstreiber Putin und von Russland zu distanzieren. Wer den selbstbewussten Altkanzler kennt, wird davon aber nicht überrascht sein.
Es seien „viele Fehler“ gemacht worden - von Russland, aber auch von den westlichen Ländern. Irgendwie sind also beide Seiten Schuld an dem Überfall Russlands auf die Ukraine. So jedenfalls lässt sich zwischen den Zeilen deuten, was Ex-Kanzler Gerhard Schröder bei einer Konferenz im türkischen Kocaeli zum Ukraine-Krieg von sich gegeben hat. Kein Wort zu seinen persönlichen Russland-Beziehungen, geschweige denn eine längst überfällige und dringend nötige Distanzierung.
Mag man bis zu seinem erfolglosen Besuch bei Putin noch die leise Hoffnung gehabt haben, dass – wenn überhaupt – nur einer wie Schröder es schaffen kann, den russischen Kriegstreiber zum Einlenken zu bewegen, steht am Ende die bittere Erkenntnis, dass Schröder sich durch sein Festklammern an seinen lukrativen Russland-Beziehungen nicht nur ins politische Abseits manövriert, sondern auf der politischen Bühne schlicht nichts mehr zu melden hat. Schröder hatte seine Zeit.
Es drängt sich mehr und mehr der Eindruck auf, dass sich Gerhard Schröder, der im April 78 Jahre alt wird, mit seiner Borniertheit derart verrannt hat, dass er nun in einer Sackgasse steckt. Böse Zungen mögen dem Altkanzler und früheren Ministerpräsidenten von Niedersachsen Altersstarrsinn vorwerfen.
Dabei hat Unbelehrbarkeit nichts mit dem Alter zu tun. Schröder war schon immer jemand, dem es an Selbstbewusstsein nie mangelte und der sich von seinem eigenen Tun und Handeln immer derart selbst überzeugt zeigte, dass er sich über jede Kritik erhaben fühlte. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Die Frage muss aber erlaubt sein, ob jemand wie Gerhard Schröder, dessen Verdienste um Niedersachsen unbestritten sind, weiterhin Träger einer so hohen Auszeichnung wie der Landesmedaille sein kann.
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Doch letztlich ist auch das zweitrangig. Medaillen und Auszeichnungen hin oder her: Fest steht, dass Schröder durch sein unwürdiges Verhalten im Ukraine Krieg nicht nur seinem eigenen Ansehen schwer schadet, sondern auch all diejenigen maßlos enttäuscht hat, die einst echte Schröder-Anhänger oder gar -Fans waren.