Aurich/Hinte

Pläne für Trägerwechsel: Kita-Personal fordert Mitspracherecht

Ann-Kathrin Stapf
|
Von Ann-Kathrin Stapf
| 24.03.2022 17:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Wechsel der Kita-Trägerschaft sorgt für reichlich Gesprächsbedarf. Foto: DPA
Der Wechsel der Kita-Trägerschaft sorgt für reichlich Gesprächsbedarf. Foto: DPA
Artikel teilen:

Die Pläne für den anstehenden Trägerwechsel der Kindertagesstätten im Kreis Aurich seien unklar: Das sorgt für Befürchtungen bei den Mitarbeitern. Eine Petition gegen Wechsel hat bereits mehr als 1500 Unterstützer.

Aurich/Hinte - Massive Kritik aus den Einrichtungen: Der Landkreis Aurich hat den Plan, die Kindertagesstätten im Kreisgebiet zu übernehmen. Die Kommunen wollen die Trägerschaft behalten und auch die pädagogischen Fachkräfte möchten das. In Hinte gibt es eine Petition gegen die Übernahme. Sie läuft analog in Papierform in vier Einrichtungen in der Gemeinde und online. Online sind es mehr als 1200 Unterstützer und analog schätzungsweise 350, erklärt Initiatorin Tessa Duve-Nanninga. Sie ist die Leiterin der Kindertagesstätte „Hummelburg“ in Hinte. Sie hält sich noch bedeckt, wann, aber es soll eine Übergabe der Petition an den Landrat Olaf Meinen stattfinden. Wahrscheinlich wird es eine Delegation sein, die dem Landrat die gesammelten Unterschriften übergibt.

Duve-Nanninga erklärt, dass der Trägerwechsel so nicht stattfinden kann. Die Kita-Mitarbeiter - nicht nur in Hinte - haben andere Vorstellungen.

Kita-Personal wurde nicht eingebunden

Was, wann und warum sind wir nicht gefragt worden? Kurz zusammengefasst sind das die Fragen, die sich die Kita-Mitarbeiter kreisweit gerade stellen dürften. So auch in Hinte. Dort läuft gerade eine Petition. Initiatorin ist Tessa Duve-Nanninga. Sie ist die Leiterin der Kindertagesstätte „Hummelburg“ in Hinte.

Darin sind Forderungen an den Landkreis, beziehungsweise Landrat Olaf Meinen enthalten. Duve-Nanninga erklärt deutlich: „So kann der Wechsel der Trägerschaft für die Kindertagesstätten nicht stattfinden.“ Die pädagogischen Fachkräfte seien nicht ins Boot geholt worden. Das müsse sich ändern. Das Stichwort sei Kommunikation. Derzeit erführen die Kita-Mitarbeiter alles nur durch die Presse. Das kritisierten die Kita-Leitungen in Großefehn auch am Dienstag im Bildungsausschuss.

Pläne müssen geändert werden

Auch sagt Duve-Nanninga deutlich: Die Pläne, die bisher bekannt sind, seien so nicht umsetzbar. Sie verweist darauf, dass es in den Einrichtungen in Hinte Besonderheiten gebe. Um diese fürchte man. Denn der Kreis kündigte an, für Einheitlichkeit in den Einrichtungen sorgen zu wollen.

Ähnliche Artikel

Seit zwei Wochen läuft die Petition. Wann die Übergabe an Landrat Olaf Meinen stattfinden soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Kenntnis über die Petition hat der Landkreis aber. Rainer Müller-Gummels, Pressesprecher des Landkreises Aurich, schreibt den ON auf Anfrage, wie die Petition zu bewerten ist: „Natürlich nehmen wir die Petition zur Kenntnis. Grundsätzlich warten wir auf die Rückantworten der Gemeinden auf unsere Kita-Abfrage. Die sich dann anschließenden Auswertungen werden wir mit den Bürgermeistern diskutieren.“