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Friesenstraße in Ochtelbur: Ruckelpiste ist Geschichte

| | 23.03.2022 17:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Frei von Schlaglöchern: Die Friesenstraße in Ochtelbur ist wieder befahrbar. Foto: Imke Cirksena
Frei von Schlaglöchern: Die Friesenstraße in Ochtelbur ist wieder befahrbar. Foto: Imke Cirksena
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Auf der Friesenstraße in Ochtelbur herrscht wieder freie Fahrt. Die Langzeitbaustelle brachte viel Ärger mit sich – aber auch einen Vorteil für den Ort.

Ochtelbur - Erleichterung bei Pendlern und Anwohnern: Die Friesenstraße in Ochtelbur ist wie angekündigt wieder freigegeben worden. Die Langzeitbaustelle hat damit ein Ende gefunden. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hatte seit Juli vergangenen Jahres den eingestürzten Kanal entlang der Straße saniert. Seit Dienstagabend kann der Verkehr nun wieder in beide Richtungen ungehindert passieren. Lediglich die Fahrbahnmarkierungen fehlen noch. Diese sollen laut OOWV zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

In der vergangenen Woche wurde der neue Straßenbelag sowie die Binde- und Deckschicht aufgebracht. Die Schlaglöcher der vergangenen Monate sind damit Geschichte. Ortsbürgermeister Matthias Trauernicht zeigte sich im Gespräch mit den ON erleichtert. Die Baustelle hatte zwischenzeitlich für viel Ärger gesorgt. „Es gab einige Beschwerden, dass die Anwohner zu wenig informiert worden sind, obwohl der OOWV rechtzeitig Briefe verschickt hatte“, berichtet Trauernicht. Einige Anwohner mussten während der Vollsperrung auch gut einen Kilometer weit entfernt von ihren Häusern parken. Die Stimmung war zeitweise sehr aufgeheizt, besonders auch bei Pendlern – die Straße ist eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Aurich und Emden beziehungsweise der Autobahn 31. Der Bauunternehmer Lars Heyen wurde nach eigener Aussage in der Baustelle sogar absichtlich umgefahren.

Befürchtungen der Anwohner erfüllten sich nicht

Außerdem machten sich einige Anwohner laut Matthias Trauernicht Sorgen, dass Pflegedienste oder in Notfällen auch Rettungswagen während der Vollsperrungen nicht zu den Häusern gelangen können. „Das wäre aber immer machbar gewesen“, versicherte Trauernicht. Die Pflegedienste seien im Vorfeld jeder Sperrung kontaktiert worden. „Wir haben dann immer eine Lösung gefunden“, so Trauernicht. Zwischenzeitlich versuchten einige Autofahrer auch, die Baustelle mittels Schleichwegen durch die Siedlung zu umgehen. Diese wurden schließlich mit Schranken blockiert – der Zugangscode dafür verbreitete sich aber schnell. „Einige nutzen immer noch die Schleichwege“, sagt Trauernicht.

Der Einbruch des Kanals und die anschließenden Bauarbeiten brachten aber nicht nur Ärger. „Der Vorteil ist, dass wir nun eine komplett neue Fahrbahn haben“, meint Trauernicht. Vor den Bauarbeiten sei die Straße in einem schlechten Zustand gewesen. „Die nächsten Jahre können wir dahingehend jetzt ganz entspannt angehen“, so der Ortsbürgermeister weiter. Der sanierte Kanal soll nach Angaben des OOWV voraussichtlich die nächsten 80 bis 100 Jahre Bestand haben.

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