Berlin
Lebensmittel-Notvorrat: Das sollten Sie bei der Lagerung beachten
Ein kleiner Notvorrat an Lebensmittel für mögliche Katastrophen oder Notfälle kann in keinem Haushalt schaden: Wir erklären, was Sie bei der Lagerung beachten sollten.
Naturkatastrophen, plötzliche Corona-Quarantäne oder ein längerer, großflächiger Stromausfall: Gründe für einen gewissen Notvorrat an Lebensmitteln in den heimischen vier Wänden gibt es einige. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) rät zu einem Nahrungs- und Getränkevorrat, mit dem Sie einen Zeitraum von zehn Tagen überbrücken können. Pro Person sollten Sie somit mindestens 20 Liter Trinkwasser sowie tägliche Mahlzeiten mit rund 2200 Kilokalorien einplanen, so die Empfehlung des BKK.
Ein gewisser Wassernotvorrat sei wichtig, da es in einigen Krisensituation zum Ausfall der Energie- und Wasserversorgung kommen kann, schreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Daher sei es ratsam, an Lebensmittel zu denken, die gegebenenfalls auch kalt verzehrt werden können. Hilfreich sei zudem eine alternative Kochgelegenheit, wie beispielsweise ein Campingkocher.
Besonders wichtig ist, dass Sie die Vorräte vor allem kühl und trocken lagern. Daher eignet sich wohl in vielen Fällen ein Regal im Keller oder ein Vorratsschrank in der Wohnung ohne großen Lichteinfall. Der Dachboden, auf dem es im Sommer sehr heiß werden kann, ist hingegen eher eine schlechte Lagerstelle, da die Lebensmittel dort in den meisten Fällen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
Zudem sollten Sie auf eine luftdichte Verpackung achten, wie das BKK rät. Die Lebensmittel sollten außerdem alle paar Wochen auf einen Schädlingsbefall kontrolliert werden. Produkte, die schneller verderben, sollten eher vorn im Regal stehen, Lebensmittel mit einer langen Haltbarkeit gehören in die hinteren Reihen des Vorratslagers.
Damit die Lebensmittel nicht irgendwann doch ungeachtet im Keller ihre Verfallsdaten überschreiten, rät die Behörde zu einem sogenannten „lebenden Vorrat“. So sollen einige Teile des Vorrats immer wieder in den alltäglichen Lebensmittelverbrauch integriert und anschließend wieder für den Vorrat neu gekauft werden.
Falls Sie noch keinen Vorrat zu Hause haben, sei es nicht erforderlich, diesen „auf einen Schlag“ anzulegen, wie das Bundesamt schreibt. Es reicht, wenn Sie Stück für Stück für eine Lebensmittel-Notreserve sorgen. Mit dem Vorratskalkulator des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe können Sie den individuellen Bedarf für Ihren Haushalt errechnen.
Was denken Sie?
Und auch ein gewisser Notvorrat an Medikamenten ist in jedem Haushalt bestenfalls vorhanden. Bad und Küche sind wegen der schwankenden Luftfeuchtigkeit ungeeignet. „Kühl, trocken und dunkel“, rät der Berliner Apotheker Matthias Philipp. Ein idealer Lagerort könnte somit ein Schlafzimmerschrank oder ein Platz in der Vorratskammer sein. Wichtig: ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ob die Packungen in einem Schuhkarton oder einem dafür vorgesehenen Kästchen aufbewahrt werden, ist zweitrangig. Kinder dürfen keinen Zugang dazu haben. Eventuell ist für Familien ein abschließbares Schränkchen sinnvoll.