Aurich
Ostfrisia Rahe feiert größten Erfolg der Vereinsgeschichte
Ostfrisia Rahe feiert mit Platz 3 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte in der Boßel-Landesliga. Für einen Werfer war es nach 28 Jahren ein würdiger Abschied.
Aurich – Welch ein Finale in der Boßel-Landesliga der Männer: Ostfrisia Rahe hat den letzten Auswärtswettkampf der Saison hoch in Theener gewonnen und sich so auf der Zielgeraden noch den dritten Platz in der Tabelle gesichert, der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Leegmoor sprang durch den Sieg gegen Burhafe noch auf Tabellenplatz vier.
Meister Pfalzdorf verlor deutlich in Westeraccum. Der ehemalige Landesmeister verhinderte mit dem Erfolg den Abstieg aus der Landesliga. Dafür muss Stedesdorf nun den bitteren Weg in die Bezirksliga antreten. Dietrichsfeld schloss eine Seuchensaison versöhnlich mit einem Heimsieg gegen Vizemeister Reepsholt ab.
Theener - Rahe 0:18
-7,056/-6,004/-5,01/-0,01
In einem denkwürdigen Finale sicherte sich „Ostfrisia“ Rahe zum ersten Mal die Teilnahme an der FKV-Meisterschaft. Ausgerechnet im letzten Wettkampf der Saison zeigten die Rahester ihre beste Auswärtsleistung und unterboten den Streckenrekord der Heimmannschaft um sechs Würfe. „Ein absolut geiles Finale. Anschließend gab es kein Halten mehr“, sagte Mannschaftsführer Gert Mimke Köllmann.
Vor dem Wettkampf war die Nervosität groß. Über die Handys erfuhren Köllmann und die Rahester Friesensportler von der Führung Burhafes. Rahe lag zu diesem Zeitpunkt nur knapp vorne. Nach der zweiten Wende saß dann bei Rahe fast jeder Wurf, aus Leegmoor sickerte durch, dass die Heimmannschaft de Wettkampf gedreht hatte. „Danke auch an Leegmoor“, freute sich Mannschaftsführer Köllmann über die Auricher Schützenhilfe. Nach den Feierlichkeiten in Theener wurde der Rahester Mannschaftsfbus am Vereinsheim gebührend empfangen. Für Arno Penning war es nach 28 Jahren der letzte Wettkampf in der ersten Mannschaft. Er wurde mit stehenden Ovationen gewürdigt – welch ein Abschied für den Rahester Friesensportler.
Leegmoor - Burhafe 7:0
1,108/0,102/2,002/3,002
Für Mannschaftsführer Jannes Koch und die Leegmoorer endete die Landesliga-Saison auf Platz vier. „Damit sind wir dieses Jahr auch zufrieden“, sagte Koch. Durch den Sieg von Rahe war für beide Mannschaften der Sprung auf Platz drei nicht mehr möglich. „Wir haben vier Punkte zu Hause verloren. Das war am Ende einfach zu viel. Es war eine stressige Saison, ich habe insgesamt 30 Werfer eingesetzt“, sagte Koch. Gegen Burhafe schaffte Leegmoor in allen vier Gruppen Detailsiege, obwohl die Gäste einen guten Start erwischten und schnell vorne lagen. Anschließend feierten beide Mannschaften gemeinsam im Leegmoorer Vereinsheim.
W´accum - Pfalzdorf 9:0
0,087/6,107/-0,035/2,038
Ohne fünf Stammwerfer, die sich allesamt in Corona-Quarantäne befinden, war Pfalzdorf letztlich chancenlos gegen motivierte Gegner. Das ganze Dorf war auf den Beinen, um Westeraccum zum Klassenverbleib zu treiben. „Bei uns lief es einfach nicht und Westeraccum wurde von der Euphorie getragen“, sagte Pfalzdorfs Mannschaftsführer Mathias Cremer. So gab es nach dem Wettkampf gut gelaunte Gesichter in beiden Lagern. Pfalzdorf feierte die Meisterschaft anschließend noch in kleinem Kreis.
Dietrichsf. - Reepsh. 6:4
6,031/-1,015/-2,122/-0,013
Dietrichsfeld feierte nach einer Saison voller Nackenschläge auf heimischer Strecke einen versöhnlichen Abschluss. Gegen den Vizemeister Reepsholt gelang der Mannschaft um Kapitän Matthias Niendieker ein knapper Heimerfolg. Garant für den Sieg war eine Holzgruppe in bestechender Form, die einen Vorsprung von sechs Würfen ins Ziel brachten. In den anderen drei Gruppen siegte Reepsholt.