Aurich

SpVg-Angriff auf die nationale Spitze

| | 13.03.2022 13:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ana-Carolin Hoffmann (rechts) im Zweikampf mit zwei Bremerinnen. Foto: Bernd Wolfenberg
Ana-Carolin Hoffmann (rechts) im Zweikampf mit zwei Bremerinnen. Foto: Bernd Wolfenberg
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Die Auricher B-Juniorinnen bleiben nach 1:1 gegen Werder Bremen Fünfter in der Bundesliga. Am 2. April steht auswärts das Spiel gegen Carl Zeiss Jena an.

Aurich - Ausgepumpt lagen die Spielerinnen des SV Werder Bremen nach dem Bundesliga-Spiel auf dem Rasen des Ellernfeldstadions. Sie hatten sämtliche Kraftreserven mobilisiert, um einen Punkt aus Aurich mitzunehmen. Ein paar Meter weiter standen die Auricher B-Juniorinnen entspannt im Kreis und ärgerten sich über das 1:1-Unentschieden.

Dieses Bild sagt viel über die gestiegenen Ansprüche der Sportvereinigung aus – vorbei scheinen die Zeiten, in denen man sich über jedes Unentschieden gefreut hatte. So formulierte Trainer Stefan Wilts schon Tage vorher auf der Jahresversammlung des Vereins die neuen Ziele. In der kommenden Saison wolle man sich für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. „Ich kann ja schlecht sagen, dass ich in der nächsten Saison Siebter werden will“, so der Trainer des Tabellenfünften. Das sorgte am Donnerstag für ein Raunen unter den Mitgliedern.

Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs haben alle zugesagt

Für den Angriff auf die nationale Spitze stehen Wilts in der nächsten Saison wichtige Spielerinnen zur Verfügung. „Alle Spielerinnen aus dem 2006er-Jahrgang haben für die neue Saison zugesagt“, sagt Wilts. Mit den beiden Außenstürmerinnen Ana-Carolin Hoffmann und Elisabeth Steiner sowie den Defensivakteuren Leonie Fiedler, Marie Okoroh und Hanna Ernst hat Wilts das Grundgerüst beisammen.

Die flinke Außenspielerin Steiner schoss im Spiel gegen Werder das einzige Auricher Tor. In der 35. Minute lief sie nach einem Pass in die Schnittstelle der Werder-Abwehr alleine auf das Tor zu, schüttelte ihre Gegenspielerin Laura Dahms ab und schob den Ball überlegt ins lange Eck zur Auricher Führung. Zuvor herrschte Langeweile. Beide Mannschaften erstarrten in ihrem taktischen Konzept. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab, Torchancen gab es nur wenige. Die Gäste schossen in der 3. Minute einmal in der ersten Halbzeit gefährlich auf das Auricher Tor, doch der Schuss von Hanne Chudaska stellte für die Auricher Torhüterin Martha Louise Frieling kein großes Problem dar.

Konter nicht gut zuende gespielt

Nach der Pause verzeichneten die Gäste vom Osterdeich mehr Ballbesitz, doch die SpVg-Abwehr stand weiter sicher. Bis zur 69. Minute. Mit einer Führung im Rücken liefen die Auricherinnen unnötig in einen Konter hinein. Melina Kunkel kam rechtzeitig vor der zögerlichen SpVg-Torhüterin an einen langen Ball, überlupfte sie und schob den Ball zum umjubelten Ausgleich ins Tor.

In den Minuten zuvor hätten die Auricherinnen das Spiel bereits für sich entscheiden können. Hoffmann und Steiner waren zweimal aussichtsreich über Außen durchgebrochen. Entweder verfehlten die anschließenden Pässe in den Strafraum ihre Abnehmerinnen oder die Passgeberinnen trafen eine falsche Entscheidung. „Das haben wir einfach nicht clever genug ausgespielt“, fand auch SpVg-Trainer Wilts. Die fehlende Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor kann Trainer Wilts in den kommenden Wochen verstärkt trainieren. Die Auricher B-Mädchen spielen erst wieder am 2. April. Dann steht auswärts das Spiel gegen Carl Zeiss Jena an.

Das nächste Heimspiel findet erst am 23. April statt. Gegen das Spitzenteam Union Berlin können die Auricherinnen dann ihre neuen Ambitionen untermauern.

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