Ihlow
Dutzende Paletten mit Hilfsgütern
Bei der Firma Landguth in Riepe wurde am Freitag ein zweiter Lkw mit Hilfsgütern für die Ukraine beladen. Und das ist noch nicht das Ende der Aktion.
Ihlow - Eigentlich war geplant, eine Lkw-Ladung voller Hilfsgüter vom Tierproduzenten Landguth in Riepe zur Ukraine zu bringen. Weil die Spendenbereitschaft der teilnehmenden Unternehmen, der Landguth-Mitarbeiter sowie von Privatpersonen aber so groß war, ist am Freitag bereits der zweite Lkw beladen worden. Am Montag soll auch noch ein drittes Fahrzeug in das Kriegsgebiet aufbrechen.
Zu den Hilfsgütern zählen vor allem Lebensmittel und Hygieneprodukte. Palettenweise Konservendosen samt Dosenöffner, Müsliriegel, Klopapier oder Zahnbürsten werden in die Ukraine gebracht. Aber auch an Baby- und Tiernahrung haben die Helfer gedacht. Wichtig für die Menschen in der Ukraine sind auch medizinische Produkte wie Verbandskästen, Medikamente oder Desinfektionsmittel, welche ebenfalls in den Lkw geladen wurden. Sogar ein E-Scooter für gehbehinderte Menschen wurde gespendet.
Von Konserven überWindeln bis zu Gehhilfen
Insgesamt lagerten am Freitag zwischen 60 und 70 Paletten mit Hilfsgütern bei Landguth. Einige wurden am Freitag von Landguth-Mitarbeitern in den Lkw verladen, die anderen werden beim Transport am Montag untergebracht. Kleidung und Spielzeug nimmt der Riepster Betrieb nicht entgegen. Laut ihren Kontakten in die Ukraine wird dies von den Menschen vor Ort aktuell nicht benötigt.
Die Einnahmen des letzten Werksverkaufs am vergangenen Sonnabend möchte Landguth auch den Menschen in der Ukraine zugutekommen lassen. Etwa 12.150 Euro sind dabei zusammengekommen. Zum einen hat das Riepster Unternehmen davon Hilfsgüter gekauft, zum anderen wird ein Teil des Geldes Hilfsorganisationen gespendet.
Da die Lage an der Grenze unübersichtlich ist, bringt der zweite Lkw die Hilfsgüter direkt in die ukrainische Stadt Lwiw. Von dort werden die Spenden dann weiter verteilt. Wohin genau sie kommen, steht noch nicht fest. Die Hilfsgüter der ersten Fuhre gingen laut Landguth unter anderem an ein Waisenheim.
Insgesamt unterstützten etwa 20 Unternehmen aus Ihlow und Umgebung die Aktion. Sie spendeten Hilfsgüter oder Lebensmittel. Bei Landguth wurden diese schließlich vor dem Transport in die Ukraine verpackt und gelagert.