Boßeln
Nervenschlacht am letzten Spieltag
Rahe, Schirumer Leegmoor und Burhafe kämpfen in der Boßel-Landesliga um Platz drei. Es besteht eine spannende Konstellation.
Aurich - Ostfrisia Rahe ist das Überraschungsteam der diesjährigen Landesliga bei den männlichen Friesensportlern: Fast die gesamte Saison lag die einstige Fahrstuhlmannschaft auf einem der ersten drei Plätze, in den vergangenen Wochen hat die Mannschaft um Teamkapitän Gert Mimke Köllmann die gute Ausgangsposition jedoch aus der Hand gegeben. Vor dem letzten Spieltag am Sonntag ist Rahe auf Platz vier abgerutscht und hat die Qualifikation zur Teilnahme an den FKV-Meisterschaften nicht mehr in der eigenen Hand.
Ein Sieg von Rahe beim Schlusslicht Theener ist Pflicht, um die eigenen Chancen am Leben zu halten. Dann müssen Köllmann und seine Werfer auf gute Nachrichten aus Schirumer Leegmoor hoffen. Dort empfängt der Fünfte den Tabellendritten Burhafe. Bei einem Leegmoorer Erfolg wäre Rahe dann bei einem eigenen Sieg am Ziel der Träume angelangt.
Leegmoor der lachende Dritte?
Doch Vorsicht: Auch Schirumer Leegmoor hat den dritten Platz in der Endabrechnung noch nicht aufgegeben. Bei einem Sieg gegen Burhafe und einer gleichzeitigen Niederlage von Rahe in Theener wäre die Mannschaft um Teamkapitän Jannes Koch lachender Dritter. Gewinnt Burhafe den schweren Auswärtswettkampf sind alle Rechenspiele überflüssig. „Es ist gut für uns, dass Leegmoor es noch schaffen kann. Beide Mannschaften werden wohl alles geben“, glaubt Köllmann vor dem Showdown am Sonntag.
Das Selbstverständnis der Rahester ist nach dem Unentschieden gegen Westeraccum angeknackst. Der Auswärtswettkampf in Theener wird zur Wundertüte. Wirft der Absteiger frei auf oder lässt er sich hängen? „Auf jeden Fall wollen und müssen wir gewinnen“, sagt Köllmann. Für den Fall der Fälle hat der Rahester Mannschaftsführer bereits Sonderurlaub für den darauffolgenden Tag eingereicht. Schließlich wäre das Erreichen des dritten Platzes der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. „Das wäre eine schöne Belohnung für eine sensationelle Saison“, sagt Köllmann.
Keine Meisterfeier geplant
In Schirumer Leegmoor reibt sich Jannes Koch die Hände. Still, heimlich, aber auch kontinuierlich haben sich die Auricher an den dritten Platz herangepirscht. „Es bleibt spannend. Das Unentschieden von Rahe war schon eine riesige Überraschung“, sagt Mannschaftsführer Koch. Die Leegmoorer wollen mit einem Sieg ihren Teil zur finalen Aufholjagd beitragen und dann nach Rahe blicken. „Ich denke aber, das Ding wird bei uns entschieden“, so Koch, der mit dieser Einschätzung wohl eine Niederlage von Rahe einplant.
Am Sonntag wird auch meister Pfalzdorf gekrönt. Eine Meisterfeier wird es wohl nicht geben. Fest steht auch, dass die Mannschaft um Kapitän Mathias Cremer im letzten Auswärtswettkampf in Westeraccum in der Abstiegsfrage noch das Zünglein an der Waage spielen könnte. „Wir gehen die Aufgabe seriös an und wollen den Wettkampf selbstverständlich gewinnen. Aber dort wird wohl das ganze Dorf auf den Beinen sein“, vermutet Cremer.
Dietrichsfeld beendet eine komplizierte Saison mit einem Heimwettkampf gegen Vizemeister Reepsholt. Auch am letzten Spieltag plagen Matthias Niendieker erhebliche Personalsorgen. „Wir werfen frei drauflos, sind aber froh, wenn es vorbei ist“, sagt Niendieker.