Aurich
Haxtum: Im Juni ist die Lücke dicht
Seit Jahren wird um den Lückenschluss im Radweg an der Straße „Zum Haxtumerfeld“ gekämpft. Jetzt wird gebaut – zunächst muss aber ein Gewässer umgeleitet werden.
Aurich - Mitte Juni dieses Jahres soll es so weit sein: Dann wird entlang der Straße „Zum Haxtumerfeld“ der Lückenschluss des Radweges vollendet sein. Das sagte Bernd Ewerth (Tiefbauamt der Stadt Aurich) bei einem Pressetermin auf der Baustelle. Trotz der andauernden Regenfälle in den letzten Wochen werde der Zeitplan eingehalten. Der Starkregen hatte auch zu einer Überschwemmung bei der Baustelle geführt, weil eine Pumpe ausgefallen und in der Folge der Klärwerksgraben über die Ufer getreten war. Dadurch seien aber keine Schäden am neuen Durchlass des Grabens unter der Straße entstanden, so Ewerth. Lediglich die Vollsperrung der Straße musste ohne Unterbrechung deswegen aufrechterhalten werden. Noch bis zum 25. März können an der Stelle nur Fußgänger und Radfahrer durchkommen.
Radweg kostet rund 900.000 Euro
Insgesamt soll die Baumaßnahme rund 900.000 Euro kosten. Knapp die Hälfte, nämlich 441.000 Euro, erhält die Stadt Aurich aus Fördermitteln. Dafür wird nun zunächst der Klärwerksgraben neben der Straße um rund zehn Meter verlegt. Auf diese Weise wird Platz geschaffen für eine Verbreiterung der Straße. Von der Brücke über den Ems-Jade-Kanal wird „Zum Haxtumerfeld“ breiter, damit zum einen Platz für den kombinierten Geh- und Radweg vorhanden ist. Zum anderen soll auch der Begegnungsverkehr an der Stelle leichter möglich sein.
Bis zur Klärwerkszufahrt (Zum Antjebitt) wird der neue Radweg neben der Straße verlaufen. Danach verschwindet er hinter der Baumreihe, die dort an der Straße steht. Auf den ersten Metern wird der kombinierte Geh- und Radweg rot gepflastert. Im weiteren Verlauf wird es eine Asphaltdecke geben.
Radwegtrasse ist schon zu erkennen
Das gilt auch für die Fahrbahn. Das Pflaster direkt vor der Brücke wird verschwinden. Auf diese Weise solle die Sicht vor der Brücke verbessert werden, so Ewerth, Gegenverkehr soll besser erkannt werden. Asphaltiert und verbreitert wird auch die Einmündung der Straße „Zum Antjebitt“ in „Zum Haxtumerfeld“. Auf diese Weise wird eine Wartemöglichkeit geschaffen für Fahrzeuge, die zum Klärwerk wollen. Denn die Zufahrt ist im weiteren Verlauf so eng, dass sich Fahrzeuge dort nicht begegnen können.
Die Trasse des neuen Radweges ist von der Westerfelder Straße aus bereits gut zu erkennen. Dort wurde bereits gelber Sand als Frostschutz verbaut, so Ewerth. In den Bereichen, in denen der neue Radweg fernab der Straße hinter den Bäumen verläuft, wird er eine Breite von 2,50 Meter haben. In Richtung Grundschule Upstalsboom wird der Weg breiter. Dort haben Radfahrer und Fußgänger dann 2,75 Meter Platz.
Die Asphaltierungsarbeiten werden erst ganz am Ende vorgenommen. Bis dahin, so Ewerth, werde es aller Voraussicht nach keine weitere Vollsperrung der Straße „Zum Haxtumerfeld“ geben. Und auch die Asphaltierung werde keinen allzu langen Zeitraum in Anspruch nehmen.
Seit Jahren hat vor allem der Ortsrat Upstalsboom darauf hingearbeitet, dass die 570 Meter lange Lücke im Radweg geschlossen wird. Denn die Schulwegstrecke gilt als gefährlich. Das hatte auch bereits die Polizei bereits vor Jahren der Auricher Stadtpolitik mitgeteilt.