Ihlow
Ihlower Hilfskonvoi fährt erneut ins Grenzgebiet
Schon in dieser Woche will der Ihlower Hilfskonvoi erneut an die polnisch-ukrainische Grenze aufbrechen. Dabei ist er gerade erst zurück – und beim nächsten Mal soll manches anders laufen.
Ihlow - Gerade erst zurück in Ihlow, soll es schon wieder los zur polnisch-ukrainischen Grenze gehen: Das Team um Hendrik de Vries war erst am Sonnabend von ihrer ersten Hilfsaktion heimgekehrt. Der 24-Jährige hatte den Konvoi mit einem Facebook-Aufruf ins Leben gerufen. Am Donnerstag wollen die Freiwilligen wieder aufbrechen.
Mit acht Fahrzeugen, die bis an die Decke mit Sachspenden gefüllt waren, hatten sich 16 Auricher spontan auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze gemacht. Ihr Ziel: Bedürftige mit den gespendeten Hilfsgütern versorgen und so vielen Kriegsflüchtlingen wie möglich nach Deutschland verhelfen. Das haben die Freiwilligen erreicht – 52 Personen brachten sie am Sonnabend nach Berlin.
Beim nächsten Mal sollen sogar zwei Busse sowie fünf Transporter dabei sein, sagte Hendrik de Vries den ON.
Kleidung bleibt in Ihlow
Außerdem soll am Donnerstag die zahlreich gespendete Kleidung in Ostfriesland bleiben. Sie werde hier für die Aufnahme der Flüchtlinge dringender benötigt als an der Grenze, sagt de Vries. Vor Ort seien die Menschen vor allem auf Lebensmittel, Babynahrung und alte Handys, die mit Ladekabeln ausgestattet seien, angewiesen. Sachspenden werden nach wie vor im Ihlower Gemeindehaus entgegengenommen. Außerdem kann man die Hilfsgüter nach Absprache bei der Kirche in Victorbur abgeben.
Doch auch der Konvoi, der am Donnerstag losfahren soll, soll nicht der Letzte sein. „Wir haben gesehen, dass die Hilfe da dringend gebraucht wird“, sagt de Vries. Da er selbst in dieser Woche nicht dabei sein könne, überlege er, in der kommenden Woche das nächste Mal an die Grenze des Kriegsgebietes aufzubrechen. Außerdem sollen am Freitag dieser Woche zwei von Combimärkten mit Lebensmitteln beladene Lkws zur polnisch-ukrainischen Grenze fahren.