Norden

Kreis rechnet mit rund 1000 Flüchtlingen aus der Ukraine

| | 07.03.2022 18:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Zimmern wie diesen sollen die Flüchtlinge aus der Ukraine in der ehemaligen Küstenfunkstelle Utlandshörn unterkommen. Foto: Landkreis Aurich
In Zimmern wie diesen sollen die Flüchtlinge aus der Ukraine in der ehemaligen Küstenfunkstelle Utlandshörn unterkommen. Foto: Landkreis Aurich
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Die tatsächliche Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine, die im Kreis Aurich ankommen, ist noch eine reine Spekulation. Die Prognosen geben aber einen ersten Anhalt. Außerdem hat der Kreis die Hilfe neu organisiert.

Norden - Die Kreisverwaltung rechnet damit, dass etwa 600 bis 950 Flüchtlinge aus der Ukraine in den Landkreis Aurich kommen werden. Das teilte Kreissprecher Rainer Müller-Gummels auf Anfrage mit. Wie viele Flüchtlinge tatsächlich in den Landkreis Aurich kommen, sei nur schwer absehbar. Zurzeit orientiert sich der Kreis an den aktuellen Prognosen. Derzeit wird von 260.000 bis 400.000 Flüchtlingen aus der Ukraine ausgegangen, die Deutschland erreichen.

Direkt am Deich liegt die ehemaligen Küstenfunkstelle Utlandshörn. Schon im Jahr 2015 wurden hier Flüchtlinge untergebracht. Nun sind die ersten Räume für Menschen aus der Ukraine bereit. Foto: Landkreis Aurich
Direkt am Deich liegt die ehemaligen Küstenfunkstelle Utlandshörn. Schon im Jahr 2015 wurden hier Flüchtlinge untergebracht. Nun sind die ersten Räume für Menschen aus der Ukraine bereit. Foto: Landkreis Aurich

In jedem Fall ist das „Willkommenszentrum“ in der ehemaligen Küstenfunkstelle Utlandshörn schon jetzt aufnahmebereit. Die angekündigten ersten 40 Räume seien mittlerweile fertiggestellt. Nun werden weitere Räume für eine Belegung vorbereitet. Insgesamt hatte der Kreis angekündigt rund 120 Flüchtlinge in der ehemaligen Station von Norddeich Radio aufnehmen zu können. Wann genau die ersten Flüchtlinge in Utlandshörn ankommen werden, ist laut Kreisverwaltung noch nicht klar.

Ämterübergreifende Arbeitsgruppe gebildet

Für die Organisation der Hilfe hat sich beim Landkreis Aurich eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe aus Ordnungsamt, Sozialamt, Jobcenter und Kreisvolkshochschule gebildet, die die Koordinierung übernommen hat. Die Realisierung der dort abgestimmten Maßnahmen wird hauptsächlich durch die Kreisvolkshochschule (KVHS) übernommen, teilte Müller-Gummels mit. Dafür wird auf vorhandene Strukturen und Konzepte aus dem Jahr 2015 zurückgegriffen, als ebenfalls viele Flüchtlinge in den Landkreis Aurich kamen. „Diese Erfahrungen müssen natürlich auf die aktuelle Situation angepasst werden“, so Müller-Gummels. Dies umfasst neben der Unterbringung auch die Integration in die Gesellschaft, in die Schule oder Arbeit. Darüber hinauswill der Kreis auch Hilfe bei der Bewältigung der Kriegs-Traumata anbieten.

Im Jahr 2015 standen in Utlandshörn noch Feldbetten dicht an dicht. Nun rechnet der Landkreis vor allem mit Frauen und Kindern. Sie sollen in familiengerechten Räumen untergebracht werden. Foto: Romuald Banik
Im Jahr 2015 standen in Utlandshörn noch Feldbetten dicht an dicht. Nun rechnet der Landkreis vor allem mit Frauen und Kindern. Sie sollen in familiengerechten Räumen untergebracht werden. Foto: Romuald Banik

Es gab auch bislang einzelne Anfragen von ehrenamtlichen Helfern, die Unterstützung leisten möchten. Der Landkreis Aurich beabsichtigt, aktiv auf diesen Kreis zuzugehen.

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