Aurich

Chorsänger wollen in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

| | 07.03.2022 07:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Präsentierten das Programm zum 160-jährigen Jubiläum bei einem Pressetermin in Bad Nieuweschanz: Carin Brenninkmeijer (Koordinatorin der IVAK; von links), Gabriele Ostholthoff (stellv. Bürgermeisterin von Westoverledigen), Heike Douglas (Präsidentin des Ostfriesischen Chorverbandes), Diethelm Sempell (Vizepräsident), Francis Pranger-Wiese (Vertreterin der Niederländischen Chöre) und Rico Mecklenburg (Präsident der Ostfr. Landschaft).
Präsentierten das Programm zum 160-jährigen Jubiläum bei einem Pressetermin in Bad Nieuweschanz: Carin Brenninkmeijer (Koordinatorin der IVAK; von links), Gabriele Ostholthoff (stellv. Bürgermeisterin von Westoverledigen), Heike Douglas (Präsidentin des Ostfriesischen Chorverbandes), Diethelm Sempell (Vizepräsident), Francis Pranger-Wiese (Vertreterin der Niederländischen Chöre) und Rico Mecklenburg (Präsident der Ostfr. Landschaft).
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Der Ostfriesische Chorverband feiert sein 160-jähriges Bestehen. Der Vorstand möchte mit seinem Jubiläumsprogramm ein Zeichen setzen. Eine Aktion bildet dabei den Höhepunkt der Planungen.

Aurich - Der ostfriesische Chorverband feiert in diesem Jahr sein 160-jähriges Bestehen. Mit den Planungen zum Festprogramm hat der Vorstand bereits vor zwei Jahren begonnen. Trotz Corona-Pandemie und Krieg in der Ukraine wollen die Organisatoren daran festhalten: Sie wollen ein Zeichen setzen und Kontinuität darstellen. „Es passiert wieder viel in der Chorlandschaft“, erzählt Präsidentin Heike Douglas. Bei der Vorstellung des Programms am vergangenen Wochenende wurde auch ein Friedenslied angestimmt. „Das war ein bewegender Moment“, berichtet Douglas.

Das Programm zum Jubiläum findet von Sonnabend, 23. April, bis Sonnabend, 24. September, statt. Den Auftakt bildet ein gemeinsames Singen am Kulturdenkmal „Upstalsboom“ in Aurich. Teilnehmende Chöre sollten sich anmelden, Zuschauer können einfach vorbeischauen. Der Höhepunkt des Programms mit dem Motto „Nachbarn ohne Grenzen“ ist am Sonnabend, 17. September, geplant. Der Chorverband möchte in den Niederlanden (Delfzijl) und in Ostfriesland (Knock in Emden) grenzübergreifendes Singen anbieten. An beiden Standorten finden sich dazu Chöre ein, die zeitgleich dasselbe Lied anstimmen. Auch auf der Ems wird ein Chor auf dem Ausflugsschiff „Warsteiner Admiral“ singen. Das Schiff kann aufgrund der Tide aber nicht an den beiden Chören vorbeiziehen. Stattdessen fährt es bis nach Grimersum. Nach dem gemeinsamen Lied singen alle Chöre in ihrer Landessprache weiter. Außerdem gehören ein Kindertag in Friedeburg (18. Juni) sowie Kurse, Konzerte und Vorträge zum Programm. Den Abschluss bildet eine Fortbildung für Erzieher und Erzieherinnen am Sonnabend, 24. September.

Verband hat verschiedene Unterstützer

Die geplanten Veranstaltungen können nur mit Hilfe von Fördermitteln und Sponsoren durchgeführt werden, so Pressewart Jann Stickfort. Der Verband wird unter anderem durch die Ostfriesische Landschaft, die Ems-Dollart-Region und die ostfriesischen Sparkassen unterstützt. Kulturell arbeitet der Chorverband eng mit dem Verbund der Groninger Kunst- und Kulturplattform zusammen. Schirmherrin des Jubiläumsprogrammes ist die Leeraner Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU).

Der Chorverband wurde am 21. Juli 1862 in Aurich als Ostfriesischer Sängerbund gegründet. Anlass war damals die Zusammenkunft von 20 Chören zum Jubiläumsfest der Gruppe „Concordia“. Anfangs waren alle Mitglieder männlich, seit genau 100 Jahren dürfen aber auch Frauen im Chorverband singen. Der seit 2015 umbenannte Ostfriesische Chorverband vertritt zurzeit 69 Chöre und etwa 2200 Sängerinnen und Sänger. Während der Corona-Pandemie pausierten die Chöre. Das war auch schon während der beiden Weltkriege der Fall. Mit dem Jubiläumsprogramm soll nun wieder der Startschuss für ein Wiederaufleben der Chorlandschaft fallen.

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