Aurich

Ein deutliches Zeichen gegen Ukraine-Krieg

Heino Hermanns
|
Von Heino Hermanns
| 05.03.2022 16:32 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Rund 600 Teilnehmer waren zu der Kundgebung auf den Auricher Marktplatz gekommen. Foto: Heino Hermanns
Rund 600 Teilnehmer waren zu der Kundgebung auf den Auricher Marktplatz gekommen. Foto: Heino Hermanns
Artikel teilen:

Rund 600 Teilnehmer waren auf den Marktplatz gekommen, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu zeigen. Mehrere Redner forderten ein Ende von Putins Angriff – und Solidarität mit russischen Bürgern.

Aurich - Es war ein deutliches Zeichen der Auricher Bürger: Rund 600 Menschen sind am Sonnabendnachmittag laut Polizeiangaben auf dem Auricher Marktplatz zusammengekommen, um für Frieden, Demokratie und Solidarität für die Ukraine zu demonstrieren. Mehrere Redner, darunter Landrat Olaf Meinen und der Auricher Bürgermeister Horst Feddermann, forderten den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, seinen Angriffskrieg auf das Nachbarland zu beenden.

„Wir sagen Nein zu Hass und verurteilen den Krieg auf das Schärfste“, so Feddermann. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff war bis zum vorigen Jahr Russland-Beauftragter der Bundesregierung. „Krieg kann man nicht mit Krieg bekämpfen“, so Saathoff. Er forderte weitere Sanktionen gegen Russland. Gleichzeitig müsse man immer dialogbereit sein. Denn die Verhandlungen mit Putin seien zwar gescheitert. Aber nur Verhandlungen könnten den Krieg beenden.

Appell: Russischstämmige Menschen nicht verurteilen

Landrat Meinen betonte, dass der Landkreis Aurich alles tun werde, um Flüchtlinge aufzunehmen. Die Verwaltung habe am ersten Tag des Krieges begonnen, Unterkünfte vorzubereiten, so Meinen. Dazu gehöre die Unterkunft Utlandshörn, die nun „Willkommenszentrum“ heiße.

Alle Redner betonten, dass es sich beim Angriff auf die Ukraine um einen Krieg von Wladimir Putin, nicht vom russischen Volk handele. Deswegen dürfe man auch die hier lebenden russischstämmigen Menschen nicht verurteilen. Sie könnten nichts für den Krieg, den ihre Regierung angezettelt habe.

Tomke Juilfs von den Jusos, die die Kundgebung zusammen mit der Grünen Jugend organisiert hatten, wandte sich noch an eine andere Gruppe. Querdenker, die mit Hass und Hetze unsere Demokratie auf die Probe gestellt und gegen eine vermeintliche Diktatur protestiert hätten, sollten sich angesichts der Ereignisse in Russland und der Ukraine in Grund und Boden schämen.

Ähnliche Artikel